Zurück
Nach acht Runden, als noch alle vier Honda-Piloten im Rennen waren, sahen wir auf dem Sepang International Circuit Johann Zarco, Luca Marini, Joan Mir und Diogo Moreira auf den Rängen 7, 8, 10 und 11. Dann musste Mir nach vorangegangener längerer Krankheit wegen Schwindel aufgeben , bei Zarco streikte die RC213V und Moreira stürzte nach Rennmitte auf Platz 10 liegend.
Übrig blieb Marini, der die Zielflagge als respektabler Siebter sah, allerdings mit 17,724 sec Rückstand auf Sieger Marc Marquez (Ducati). «Es ist ein Wunder», fasste der Halbbruder von Valentino Rossi sein Ergebnis zusammen. Nach dem Sprint am Samstag, in dem er mit Platz 13 leer ausging, war er «völlig zerstört» und hat anschließend «viel geschlafen» und sich ausgeruht. «So brachte ich mich in die beste Position für den Grand Prix, das Team hat mich angetrieben und sehr motiviert. Es war ein Vergnügen, meine drei Jahre mit Honda verbracht zu haben. An dieses Ergebnis können wir uns erinnern. Auch wenn es nur ein siebter Platz ist, haben wir bei schwierigen Bedingungen ein erstaunliches Rennen gezeigt. Das ging nur, weil wir so zusammengearbeitet haben, wie es mir gefällt.»
Marini, der von Startplatz 13 kam, legte den Grundstein für sein Resultat bei tropischer Hitze früh. «Ich habe in der ersten Runde alles riskiert», schilderte der Honda-Werksfahrer, der 2027 und 2028 für Tech3 KTM fahren wird . «Ich gab alles und habe versucht, so viele Fahrer wie möglich zu überholen. Ich brauchte eine Motivation, um meinen körperlichen Zustand auszublenden, etwas, worauf ich aufbauen kann. Ich überholte so viele, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann. Dann war ich hinter Zarco und wollte ihn mir zurechtlegen, er war aber plötzlich weg . Das hätten unterhaltsame letzte Runden werden können.»
Willkommen zum Rennen in Sepang
© Gold & Goose
«Ich bin froh, dass ich jetzt ein paar Tage zuhause bin und mich dort erholen und bestmöglich für Katar vorbereiten kann», schloss Marini, der nach dem Rennen vom nahegelegenen Flughafen Kuala-Lumpur zurück nach Italien reiste. Während Yamaha seinen Start am Persischen Golf wegen des Kriegs zwischen Iran, USA und Israel absagte , werden die anderen Hersteller dabei sein. Fährt Marini gerne dort, fragte SPEEDWEEK.com nach. «Ob ich glücklich darüber bin», entgegnete der 29-Jährige. «Wir dürfen nicht darüber reden.»
Das Sprachverbot kommt von der MotoGP Sports Entertainment Group, die so unterbinden will, dass sich jeder Fahrer über den Start im Wüstenstaat unter den momentanen Voraussetzungen auslässt .