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Vor dem Bundesliga-Gipfel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund analysiert Thomas Helmer exklusiv die Schwachstellen des Rekordmeisters.
München – Vor dem traditionsreichen Duell zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund am Samstagabend (18.30 Uhr, alle TV-Infos hier) blickt Thomas Helmer mit geschärftem Blick auf beide Spitzenklubs. Helmer, der in seiner aktiven Karriere in 223 Pflichtspielen für den BVB auflief und 224 Mal für die Bayern spielte, sieht die Münchner in der Favoritenrolle, erkennt im Spiel des Rekordmeisters aber trotzdem Angriffsflächen.
„Die Bayern lassen auch Tore zu, so ist es ja nicht“, erklärte Helmer im exklusiven Interview mit Absolut Fussball. Der Grund liege im enormen Aufwand der Mannschaft: „Dadurch, dass sie immer sehr viel laufen und sehr viel investieren, unterläuft ihnen natürlich auch mal der ein oder andere Konzentrationsfehler. Den lassen sie schon mal zu, und den muss man natürlich ausnutzen.“
Gleichzeitig mahnte der Ex-Nationalspieler zur Vorsicht bei Ballverlusten. Wenn Akteure wie Michael Olise oder Youngster Lennart Karl Bälle präzise in die Tiefe spielen, nutzen die Bayern gegnerische Unaufmerksamkeiten eiskalt aus: „Man darf ihnen vor allem die Räume nicht geben. […] Dann nutzen die Bayern das eiskalt, das ist brutal.“
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Im Vergleich zu seiner aktiven Zeit habe sich das Kräfteverhältnis spürbar gewandelt. „Das waren zwei völlig unterschiedliche Zeiten damals. Die Dortmunder waren lange nicht so weit, wie sie es heute sind. Die Bayern waren immer schon auf dem Niveau, dass sie den Anspruch hatten, möglichst viel zu gewinnen“, blickt Helmer zurück. Zwar sei die Rivalität früher ausgeglichener gewesen, doch heute sei Bayern „deutlich weiter vorne“.
Trotzdem traut Helmer den ungeschlagenen Dortmundern im Meisterschaftsrennen einiges zu: „Ergebnistechnisch ist das bisher vom BVB eine Hausnummer. Sie haben kein Spiel verloren. Deswegen: Selbst wenn sie verlieren sollten – wenn sie weiter so konstant spielen, von der Ausstrahlung her, warum sollten sie nicht dranbleiben? Das halte ich nicht für ausgeschlossen.“
Nach sieben Spieltagen stehen die Bayern mit 17 Punkten an der Tabellenspitze der Bundesliga – dicht gefolgt von den punktgleichen Dortmundern, lediglich die Tordifferenz spricht im Status quo für die Münchner. Denen fehlt im Klassiker weiterhin Stammkeeper Manuel Neuer, während Joshua Kimmich zurückkehren könnte. (mbo)