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Strauss droht bei Russland-Rückkehr zur Eishockey-WM mit Sponsor-Rückzug
Sollte Russland bei der WM 2027 in Mannheim und Düsseldorf teilnehmen, will Strauss auf Logopräsenz verzichten.
Sollte Russland bei der WM 2027 in Mannheim und Düsseldorf teilnehmen, will Strauss auf Logopräsenz verzichten. © Marvin Ibo Guengoer

Strauss prüft Konsequenzen für die Eishockey-WM 2027 in Mannheim und Düsseldorf. Grund ist eine mögliche Rückkehr Russlands.

Biebergemünd – Das Unternehmen Strauss in Biebergemünd stellt Konsequenzen für sein Engagement bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2027 in Aussicht. Hintergrund ist die mögliche Rückkehr der russischen Nationalmannschaft auf die internationale Eishockey-Bühne.

In einer Mitteilung erklärte Henning Strauss, CEO und Markenchef des Unternehmens: „Wir sind seit vielen Jahren Partner der Eishockey-WM und schätzen die Zusammenarbeit mit der IIHF. Sollte die Nationalmannschaft Russlands infolge des CAS-Urteils an der WM 2027 in Deutschland teilnehmen, werden wir auf jegliche Logopräsenz im Umfeld des Turniers verzichten. Einen Rückzug als Sponsor prüfen wir.“

Russland-Rückkehr? Strauss prüft Ausstieg bei Eishockey-WM 2027

Damit reiht sich Strauss in die wachsende Kritik an einer möglichen Wiederzulassung russischer Eishockey-Nationalteams ein. Zuvor hatte bereits der tschechische Autobauer Skoda Konsequenzen für sein Engagement bei der Männer-WM 2027 angekündigt.

Auslöser ist ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS. Dieser gab einer Berufung des russischen Eishockey-Verbandes gegen den Weltverband IIHF statt. Dadurch könnte Russland bei der Männer-Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland wieder startberechtigt sein.

Die WM der A-Nationalmannschaften soll vom 14. bis 30. Mai 2027 in Düsseldorf und Mannheim stattfinden. Der Deutsche Eishockey-Bund prüft nach dem CAS-Urteil nach eigenen Angaben die Auswirkungen der Entscheidung und beschäftigt sich auch mit der Option, die Ausrichtung des Turniers zurückzugeben.

Russland war seit Ende Februar 2022 nach dem Angriff auf die Ukraine vom Weltverband IIHF von internationalen Turnieren und Weltmeisterschaften ausgeschlossen worden. Wie die IIHF mit dem CAS-Urteil umgeht, ist derzeit noch offen. Der Weltverband erklärte, die verschiedenen Szenarien und deren Auswirkungen würden aktuell geprüft.

Unabhängig von der Diskussion um die Eishockey-WM hat Strauss sein internationales Sportsponsoring zuletzt deutlich ausgebaut. Der Workwear-Hersteller aus Biebergemünd wurde zur Saison 2026/27 erster offizieller Partner des UEFA-Schiedsrichterwesens und platziert sein Logo unter anderem bei Spielen der Champions League auf den Ärmeln der Referees. (mit dpa-Material)

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