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Chance auf ungewohnter Position? Er könnte Bayerns Personalnot lindern
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Dem FC Bayern fehlen gleich mehrere Offensivspieler. Für einen Star der Münchner könnte sich dadurch eine neue Chance ergeben – weiter vorne als zuletzt gewohnt.

Die Verletzungsmisere beim FC Bayern zwingt Aaron Danks zum Umdenken. Mit Ismael Saibari und Serge Gnabry fallen zwei weitere Angreifer aus, Jamal Musiala und Luis Díaz fehlen bereits. Während sich der Blick vor allem auf Lennart Karl, Alphonso Davies und Nathaniel Brown richtet, könnte auch ein anderer eine interessante Lösung sein: Tom Bischof.

Der 21-Jährige konkurriert im zentralen Mittelfeld mit Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic um Einsatzzeit. Eine offensivere Rolle könnte ihm nun einen zusätzlichen Weg in die Mannschaft eröffnen. Gerade auf der Zehn fehlen den Münchnern durch die Ausfälle von Musiala und Saibari wichtige Optionen.

Saibari wurde nach seinem Syndesmosebandriss bereits operiert und wird länger fehlen. Hinter Michael Olises Verfügbarkeit steht ebenfalls ein Fragezeichen. Sollte auch der Franzose gegen Atlético Madrid ausfallen, könnte Karl auf der rechten Seite gebraucht werden. Für das Zentrum hinter Harry Kane müsste Danks dann eine weitere Lösung finden.

Bischof bringt Erfahrung für die offensive Rolle mit

Für Bischof wäre eine Position näher am gegnerischen Strafraum keineswegs völliges Neuland. In seiner Hoffenheimer Jugend spielte er häufig auf der Zehn, ehe er bei den Profis zunehmend weiter hinten eingesetzt wurde. Auch Einsätze auf offensiven Außenpositionen gehören zu seiner Entwicklung.

Dass er sich inzwischen eher im tieferen Mittelfeld sieht, machte Bischof im Sommer auf der Vereinswebsite deutlich: „Jetzt bin ich ein bisschen weiter nach hinten gerückt und spiele eher auf der Sechs, da passt die Acht ganz gut“. Seine Vielseitigkeit und die Erfahrungen als offensiver Mittelfeldspieler könnten ihm in der aktuellen Situation dennoch helfen.

Mit seiner Technik, Übersicht und seinem linken Fuß bringt Bischof Voraussetzungen mit, um hinter Kane am Kombinationsspiel mitzuwirken. Als zusätzliche Anspielstation zwischen den Linien könnte er die Verbindung aus dem Mittelfeld in den Angriff stärken. Auch seine Distanzschüsse wären eine Möglichkeit, selbst für Torgefahr zu sorgen.

Tom Bischof
IMAGO / DeFodi Images

Ein solcher Einsatz würde allerdings andere Anforderungen stellen als eine Rolle auf der Doppelsechs. Bischof müsste häufiger unter engem Gegnerdruck in Tornähe Lösungen finden und selbst in Abschlusspositionen kommen. Seine Erfahrung im offensiven Mittelfeld liefert dafür eine Grundlage.

Für ihn persönlich wäre es zugleich eine Gelegenheit, seinen Stellenwert zu erhöhen. Die neue Personalsituation könnte ihm zusätzliche Minuten ermöglichen, ohne dass dafür Kimmich oder Pavlovic aus der Mannschaft weichen müssten.

Dass Danks konkret mit Bischof auf der Zehn plant, ist bislang nicht bekannt. Als interne Alternative verdient der Mittelfeldspieler aber einen genaueren Blick. Die Bayern brauchen angesichts ihrer Ausfälle Lösungen – und Bischof könnte ausgerechnet weiter vorne die Chance auf mehr Verantwortung bekommen.

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