Apex Scores Lite Apex Scores Lite flag
back Zurück
Kopf-Crash in Hoffenheim: Schiedsrichter Hartmann nach Badés Horror-Moment in der Kritik
v.l.n.r.: LoÃc Badà , Loic Bade Bayer 04 Leverkusen und Max Moerstedt TSG Hoffenheim knallen mit den Köpfen zusammen und bleiben liegen, im Bundesliga-Spiel zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Bayer 04 Leverkusen in der PreZero Arena, Sinsheim, Deutschland, am 25. Oktober 2026. in action during the Bundesliga match between TSG 1899 Hoffenheim and Bayer 04 Leverkusen at the PreZero Arena, Sinsheim, Germany, on October 25, 2026. DFB/DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO, *** From left to right: Loïc Bade of Bayer 04 Leverkusen and Max Moerstedt of TSG Hoffenheim collide heads and remain on the ground during the Bundesliga match between TSG 1899 Hoffenheim and Bayer 04 Leverkusen at the PreZero Arena, Sinsheim, Germany, on October 25, 2026, in action during the Bundesliga match between TSG 1899 Hoffenheim and Bayer 04 Leverkusen at the PreZero Arena, Sinsheim, Germany, on October 25, 2026. DFB and DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video, Copyright: HMBxMedia/xHeikoxBecker
Loic Badé (l.) und Max Moerstedt am Boden. Rechts: Schiedsrichter Robert Hartmann.

Der Moment, der die 0:3-Niederlage von Bayer Leverkusen in Hoffenheim überschattete, dauerte nur Sekundenbruchteile – seine Nachwirkungen reichen jedoch über den Abpfiff hinaus. Beim Kopfballduell zwischen Loic Badé und Hoffenheims Max Moerstedt krachten die Köpfe der beiden Spieler so heftig zusammen, dass beide sofort zu Boden gingen.

Badé blieb reglos liegen, wurde minutenlang behandelt und schließlich mit der Trage vom Feld getragen. Schiedsrichter Robert Hartmann, der zur Halbzeit für den verletzten Daniel Siebert eingewechselt worden war, unterbrach das Spiel zunächst nicht – mit Folgen: Wenige Sekunden nach dem Zusammenprall erzielte Alexander Prass das 2:0 für die TSG.

Genau diese Verzögerung sorgte für die Debatte des Abends. Hartmann erklärte seine Entscheidung hinterher ruhig und ausführlich: „Für mich war es gar kein Zusammenprall, sondern tatsächlich so, dass der Leverkusener Spieler einen Tick zu spät gekommen ist in diesem Kopfballduell. Es war also ein Foulspiel.“ Deshalb habe er auf Vorteil entschieden, weil der Zug Richtung Tor erkennbar gewesen sei.

Betreuer kamen erst nach dem Tor aufs Feld

Die Schwere der Verletzung sei ihm in diesem Moment nicht bewusst gewesen: „Ich bin ja kein Arzt, sondern Schiedsrichter. Ich bin drauf geschult, dass ich diese Situation ganzheitlich beurteile.“ So habe er erst drei bis fünf Sekunden nach dem Tor die Betreuer aufs Feld geholt.

Bei Bayer sorgte dieses Vorgehen zunächst für Unmut. Trainer Carles Martínez wirkte sichtlich angefasst, als er von Badés Zustand berichtete: Der Innenverteidiger sei rund eineinhalb Minuten „komplett weg“ gewesen und habe sich an nichts erinnert.

Im direkten Gespräch mit den Unparteiischen nach Abpfiff zeigte sich der Leverkusener Coach versöhnlicher. Alles sei in zwei, drei Sekunden passiert: „Ich habe Verständnis. Ich weiß, dass das sehr schnell ging.“ Die Erklärung, die Schiedsrichter seien der Aktion gefolgt, weil daraus Sekunden später das Tor entstand, akzeptierte er. Wichtiger sei ohnehin, „dass man redet, dass man handelt.“

Auch Kapitän Robert Andrich beschrieb den Schreck in der Mannschaft: „Das hat komplett geknallt. Ich war richtig erschrocken, und gefühlt hat jeder aufgehört zu spielen.“ Badé sei „nicht so richtig“ ansprechbar gewesen. Edmond Tapsoba formulierte die Kritik deutlicher als sein Trainer: Der Schiedsrichter hätte das Spiel nach dem Zusammenstoß sofort unterbrechen sollen, denn die Gesundheit der Spieler stehe über allem. Jeder auf dem Feld habe innegehalten – nur weitergespielt wurde trotzdem.

Die Szene wirft erneut die Frage auf, wie schnell ein Schiedsrichter im hektischen Spielgeschehen die Schwere einer Kopfverletzung erkennen kann und muss. Hartmann selbst stellte seine Entscheidung im Nachhinein nicht infrage: Im Moment der Entscheidung habe er keine Diagnose gehabt und so gehandelt, wie er es gelernt habe. Die Debatte um Hartmanns Entscheidung dürfte die Bundesliga dennoch begleiten.

Festzuhalten bleibt: Badé ging es laut Martínez nach dem Spielende den Umständen entsprechend gut, er duschte bereits und unterhielt sich mit dem Team. Am Montag folgten nach Informationen dieser Redaktion neurologische Untersuchungen. Diagnose und Ausfallzeit sind noch nicht bekannt.

Könnte Ihnen gefallen

Nach Jubel-Rot: Prass sagt »sorry« und muss blechen

oe24.at vor 4 Stunden

Bundesliga: Leverkusens Siegesserie gerissen - Hoffenheim-Profi trifft nach Kopfzusammenstoß

Ran.de vor 22 Stunden

Nach Kopf-Crash: TSG-Profi trifft und fliegt dann wegen Dämlich-Aktion vom Platz

Express.de vor 21 Stunden

Nach heftigem Zusammenprall: Entwarnung bei Bayer Leverkusens Loic Bade

SPOX.com vor 21 Stunden

Schiedsrichterwechsel in Sinsheim: Hartmann ersetzt Siebert

SPORT1 vor 23 Stunden

Schiedsrichter-Wechsel und Bayer-Sorgen um Diaby: Verletzungswirbel in Hoffenheim

90min vor 22 Stunden

Prass trifft und fliegt! Ilzers Hoffenheim schlägt Leverkusen

LAOLA1.at vor 22 Stunden

Bei Pleite in Sinsheim: Bayer-Star nach brutalem Kopfballduell zunächst nicht ansprechbar

TAG24 vor 9 Stunden