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Harry Kane hat mit seinem Ballon-d’Or-Triumph 2026 nicht nur Geschichte geschrieben, sondern auch eine alte These von Robert Lewandowski widerlegt. Der ehemalige Bayern-Torjäger hatte einst erklärt, dass die Chancen auf den Goldenen Ball beim FC Barcelona größer seien als beim deutschen Rekordmeister. Ausgerechnet sein Nachfolger in München hat nun bewiesen, dass es auch im Bayern-Trikot möglich ist, zum besten Fußballer der Welt gekürt zu werden.
Kane setzte sich am Montagabend in London gegen Kylian Mbappé und Lamine Yamal durch. Damit ist der 33-Jährige der erste Bayern-Profi seit Karl-Heinz Rummenigge 1981, der die prestigeträchtige Auszeichnung gewinnt.
Der historische Erfolg sorgt jetzt auch dafür, dass eine frühere Aussage von Lewandowski in den sozialen Netzwerken wieder die Runde macht. Der Pole hatte nach seinem Wechsel von München nach Barcelona die internationale Strahlkraft seines neuen Arbeitgebers hervorgehoben.
„Ich denke, dass der Weg zum Ballon d’Or von Barcelona aus kürzer ist als von Bayern München“, erklärte Lewandowski 2022, als er auf die Hintergründe zu seinem Wechsel zu den Katalanen angesprochen wurde.
Eine bemerkenswerte Aussage, schließlich hatte der ehemalige Bayern-Stürmer während seiner Zeit in München selbst mehrfach zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf den Goldenen Ball gehört. Besonders 2020 galt Lewandowski nach seiner überragenden Triple-Saison als großer Favorit. Die Auszeichnung wurde damals allerdings aufgrund der Corona-Pandemie nicht vergeben.
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— Media Bayern France (@MediaBayernFR) October 26, 2026
Auch 2021 musste sich der Pole trotz herausragender Leistungen mit dem zweiten Platz hinter Lionel Messi zufriedengeben.
Die Erfahrungen dürften Lewandowskis Einschätzung geprägt haben. Schließlich profitieren Vereine wie Real Madrid und der FC Barcelona traditionell von einer enormen internationalen Aufmerksamkeit.
Mit seinem Triumph hat Kane nun ein starkes Gegenargument geliefert.
Der Engländer verzichtete im Vorfeld der Wahl weitgehend auf einen persönlichen Wahlkampf und konzentrierte sich stattdessen auf seine Leistungen auf dem Platz.
Mit zahlreichen Toren, dem Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal sowie starken Auftritten in der Champions League und bei der WM 2026 überzeugte er schließlich die internationale Jury.
Dabei setzte sich Kane ausgerechnet gegen Barcelona-Star Lamine Yamal durch, der bei der Wahl auf dem dritten Platz landete.
Natürlich bedeutet Kanes Erfolg nicht automatisch, dass Lewandowskis damalige Einschätzung grundsätzlich falsch war. Der Pole bezog sich auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und die internationale Wahrnehmung beider Vereine.
Allerdings zeigt der Ballon-d’Or-Sieg des Engländers eindrucksvoll, dass die Bundesliga kein unüberwindbares Hindernis für die höchste individuelle Auszeichnung im Weltfußball darstellt.
Für den FC Bayern könnte das auch mit Blick auf die Zukunft wichtig werden. Mit Michael Olise haben die Münchner einen weiteren Spieler in ihren Reihen, dem langfristig Chancen auf den Goldenen Ball zugetraut werden.
Kane hat nun den Beweis geliefert: Wer der beste Fußballer der Welt werden möchte, muss dafür nicht zwangsläufig nach Barcelona oder Madrid wechseln. Auch der Weg über München kann ganz nach oben führen.