Zurück
Am Donnerstag (5. November) gibt Klopp sein Aufgebot für die entscheidenden Nations-League-Spiele gegen Serbien und die Niederlande bekannt. Statt der zuletzt 44 nominierten Spieler sollen nur noch etwa 23 bis 24 dabei sein. Auch prominente Namen müssen zittern. Besonders bei einem Bundesliga-Torjäger deutet sich bereits eine harte Entscheidung an.
📌 Fakten
Niclas Füllkrug trifft bei Werder Bremen derzeit fast nach Belieben. Trotzdem stehen seine Chancen auf eine Rückkehr ins DFB-Team nicht besonders gut. Klopp machte zuletzt bei DAZN deutlich, dass er beim Neuaufbau vor allem die Zukunft im Blick hat.
„Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld“, erklärte Klopp. Ganz ausschließen wollte er den Torjäger allerdings nicht. Kurzfristig könne Füllkrug durchaus helfen, langfristig sehe die Sache anders aus.
Die Konkurrenz ist groß. Junge Angreifer wie Younes Ebnoutalib dürfen sich Hoffnungen machen. Auch Freiburgs Derry Scherhant könnte von Klopps bevorzugtem 4-3-3-System profitieren. Für viele der zehn Debütanten aus der ersten Länderspielphase dürfte es dagegen eng werden.
Und was wird aus Deniz Undav und Leroy Sané? Beide gehörten schon beim ersten XXL-Aufgebot nicht zu Klopps Auswahl. Eine Rückkehr deutet sich bislang nicht an. Auch Nick Woltemade muss nach seinen schwachen Leistungen bei Juventus Turin um seinen Platz kämpfen.
Ein weiteres Fragezeichen steht hinter Freiburgs Philipp Treu. Der Rechtsverteidiger hatte bei seinem DFB-Debüt überzeugt, wurde anschließend aber durch eine Knöchelverletzung ausgebremst. Ob er rechtzeitig wieder fit wird, ist offen.
Besonders spannend wird Klopps Wahl zwischen Marc-André ter Stegen und Jonas Urbig. Der erfahrene Keeper und die junge Bayern-Hoffnung haben beide Argumente auf ihrer Seite. Klopp muss entscheiden, auf wen er künftig besonders setzt.
Um noch ins Viertelfinale einzuziehen, muss das DFB-Team mindestens einen der beiden Konkurrenten überholen. Selbst zwei Siege gegen Serbien und die Niederlande könnten unter ungünstigen Umständen nicht reichen. Im schlimmsten Fall droht sogar der Abstieg in die B-Liga.
Klopp braucht also dringend Ergebnisse. Seine große Sichtungsphase ist vorbei, jetzt müssen die richtigen Spieler auf dem Platz stehen. Für zahlreiche Profis wird der Donnerstag deshalb bitter. Für den Bundestrainer beginnt dagegen die entscheidende Phase seines Neuaufbaus.