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Die Leihspieler Samuel Mbangula und Patrice Covic machen ordentlich auf sich aufmerksam. So reagiert Werder Bremens Coach Daniel Thioune.
Bremen – Fußballprofis können sich zweifelsfrei weniger aufsehenerregend ins Rampenlicht zurückschießen, als es Samuel Mbangula jüngst getan hat. Die Leihgabe des SV Werder Bremen hatte bislang beim FC Bologna nicht allzu viel Grund zur Freude gehabt – nur um dann ausgerechnet bei seinem Startelfdebüt gegen Topclub AC Mailand einen Dreierpack zu erzielen. Fertig war der 4:2-Triumph. Und der Belgier anschließend in aller Munde. Manch Fan mag sich verwundert die Augen gerieben haben, am Osterdeich wurde derweil mit großer Freude auf die Leistung Mbangulas geblickt.
„Überrascht bin ich nicht, das Potenzial ist für uns immer bekannt gewesen. Dieses von ihm und uns abzurufen, war etwas anspruchsvoller. Situativ ist ihm das gelungen, und die Überzeugung ist immer noch da, dass er ein richtig guter Fußballer ist“, sagt Werder Bremens Trainer Daniel Thioune über Samuel Mbangula, der einst für eine Ablöse von zehn Millionen Euro von Juventus Turin geholt wurde. „Er ist jetzt in einem Setting, das ihm sehr bekannt ist: die Serie A, die Sprache. Trotzdem hat man gesehen, dass er ein wenig Anlauf brauchte. Es ist ein Prozess, bei dem man Geduld haben muss.“
Thioune jedenfalls hat direkt zum Telefon gegriffen, nachdem er den Husarenstreich des 22-Jährigen gesehen hatte. „Ich habe ihm eine Nachricht geschickt und persönlich dazu gratuliert – wir sind ja nicht im Unfrieden auseinandergegangen“, erklärt der 52-Jährige. „Wenn er es woanders gut macht, dann hilft uns das sicherlich auch, denn wenn er in einer Top-Verfassung zurückkommt, dann ist es ja wünschenswert, dass er uns im nächsten Sommer wieder allen zeigt, wie gut er ist.“
Ganz ähnlich gestaltet sich die Situation bei Patrice Covic. Das Mittelfeldtalent des SV Werder Bremen erzielte unter der Woche zwar nicht drei Treffer, doch sein Tor im DFB-Pokal für Dynamo Dresden gegen den FC Schalke 04 half dem Außenseiter sehr, den Bundesligisten aus dem Wettbewerb zu kegeln. Folglich schickte Thioune auch nach Sachsen ein paar nette Worte – verbunden mit dem Gefühl, dass auch diese Leihe einen guten Verlauf nimmt.
„Es wäre vielleicht schwer gewesen, in der Konstellation bei uns Minuten zu sammeln“, sagt Thioune mit Blick auf derzeit prägende Protagonisten wie Ludovit Reis oder Youri Regeer. „Ein junger Spieler muss aber auf dem Platz stehen, um sich zu entwickeln und zu zeigen. Das ist gerade ein Match mit Dynamo Dresden – und darüber freuen wir uns genauso wie über die drei Tore von Sam.“ (mbü)