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Dynamo Dresden: Mit Leidenschaft und der Heimkulisse im Rücken

Besondere Herausforderung: Dynamo Dresden will am Mittwoch (28.10.) in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Königsblau für eine Überraschung sorgen. Dabei setzen die Sachsen nach dem Derbysieg über Magdeburg und dem jüngsten Rückschlag gegen Kiel auch auf die Atmosphäre im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion.

Thomas Stamm.

Es dürfte eines der Highlights dieser Saison werden, wenn der Zweitligist aus Dresden den Bundesligisten aus Gelsenkirchen empfängt, mit dem man sich vergangene Saison noch im Unterhaus duelliert hat. Dass die Schwarz-Gelben im Pokal durchaus torhungrig auftreten können, bewiesen sie bereits in der 1. Runde: Beim West-Regionalligisten Westfalia Rhynern setzte sich die SGD souverän mit 6:0 durch. Nun sind die Sachsen auf dem Papier der Underdog.

Die bisherige Zweitliga-Saison verläuft für die Dresdner wechselhaft. Auf eine Auftaktniederlage beim 1. FC Nürnberg (0:3) folgte ein 1:0-Heimsieg gegen den SV Darmstadt 98. In den darauffolgenden Wochen wechselten sich Licht und Schatten ab. Besonders die defensive Anfälligkeit und die fehlende Konstanz machten der Mannschaft zu schaffen. Emotionaler Höhepunkt war der 2:0-Erfolg im Derby gegen den 1. FC Magdeburg vor nicht einmal zwei Wochen. Doch der Euphorie folgte schnell neue Ernüchterung: bei Schlusslicht Holstein Kiel setzte es zuletzt eine deftige 0:3-Niederlage – es war der erste Saisonsieg der Störche.

Damit findet Dynamo sich nach neun Spieltagen mit acht Zählern auf Platz 15 im Tabellenkeller wieder – punktgleich mit fünf anderen Mannschaften. Vor dem Pokalspiel geht es für Dresdens Chef-Trainer Thomas Stamm – seit Juli 2024 im Amt – deshalb auch darum, die richtige Reaktion auf die Niederlage zu finden. Die Mannschaft muss die Enttäuschung aus Kiel schnell abschütteln, soll mit den Fans im Rücken neue Euphorie entfachen und mit einer Pokal-Überraschung den Schalter umlegen.

Offensiv-Trio im Fokus

Eine zentrale Rolle nimmt dabei Kapitan Niklas Hauptmann ein. Der Mittelfeldspieler, der in Kiel beim Stand von 0:1 einen Elfmeter vergab, übernimmt Verantwortung und verleiht dem Dresdner Spiel Struktur. Tempo und offensive Unberechenbarkeit sollen von Ben Bobzien ausgehen. Der Angreifer kann mit seinen dynamischen Läufen gegnerische Abwehrreihen vor Probleme stellen und ist insbesondere dann gefährlich, wenn sich Räume für schnelle Vorstöße öffnen. Im Zusammenspiel mit Mittelstürmer Vincent Vermeij soll er für die nötige Torgefahr sorgen. Vermeij bringt körperliche Präsenz mit und kann Bälle im Angriffszentrum festmachen.

Die jüngsten Ergebnisse verdeutlichen allerdings, dass Dynamo noch an der offensiven Effizienz arbeiten muss. Nach dem torlosen Auftritt in Kiel wird es für die Gastgeber darauf ankommen, aus ihren Angriffen mehr klare Abschlüsse zu entwickeln. Dabei muss die Stamm-Elf die Intensität aus dem Derby gegen Magdeburg wiederfinden und ihre Chancen konsequenter nutzen. Gelingt es den Sachsen, diese Faktoren zusammenzubringen, können sie die kommenden Gegner – nach dem Pokal kommt es zu Kellerduellen in Hannover und gegen Fürth – vor anspruchsvolle Aufgaben stellen.