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Patrick Sussek machte seinem Ex-Klub FC Ingolstadt 04 am vergangenen Samstag ein Geschenk. Der Flügelspieler des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg schenkte den Schanzern sein Trikot. Sussek hatte es als Einwechselspieler ab der 73. Minute getragen. Das reichte immerhin für einen Vollwaschgang. Patrick Sussek konnte sich also mal wieder auf dem Platz einbringen. Zuvor hatte sich der gebürtige Ingolstädter bei den Zebras mit der Reservistenrolle begnügen müssen.
Ein Rückblick auf die Regionalliga-Saison vor zwei Jahren: Damals waren Patrick Sussek, Jakob Bookjans und Simon Symalla nicht nur Leistungsträger, sondern auch Symbolfiguren des Neustarts nach dem Absturz aus der 3. Liga und in diesem Zuge waren sie auch Publikumslieblinge. Die „Helden“ von einst spielen derzeit nur untergeordnete Rollen. Simon Symalla und Jakob Bookjans hat es auf tragische Weise erwischt: Sie liegen mit schweren Verletzungen langfristig auf Eis – und das schon in der zweiten Drittliga-Saison in Folge, nachdem sie sich zwischenzeitlich gesund zurückgemeldet hatten. Patrick Sussek hat seine Rolle hingegen in sportlicher Hinsicht eingebüßt.
Mitte September schien Sussek noch auf Kurs. Gegen den TSV Havelse kam er zur zweiten Halbzeit ins Spiel und drehte mit einem Tor und einem Assist die Partie und hatte als „Mann des Tages“ entscheidenden Anteil am 2:1‑Sieg der Zebras. Trotzdem gab dies dem 26-Jährigen keinen Schub. Im Anschluss kam er gegen den SV Wehen Wiesbaden, den 1. FC Saarbrücken und gegen Viktoria Köln gar nicht zum Einsatz. Gegen Hoffenheim und Ingolstadt war er nach der 72. Minute als Einwechselkraft gefragt.
Die anderen Spieler machen es sehr gut. Das muss man akzeptieren.
Dietmar Hirsch, MSV-Trainer
MSV-Trainer Dietmar Hirsch erklärte bei der Pressekonferenz am Donnerstag, dass seine Nominierungen keine Entscheidungen gegen einen bestimmten Spieler seien, sondern eine Entscheidung für die Kicker, die letztlich den Startelfzuschlag erhalten: „Die anderen Spieler machen es sehr gut. Das muss man akzeptieren.“ Zudem verweist der Coach auf taktische Aspekte. Offenbar tut sich Sussek auf der Außenbahn schwerer, wenn die Zebras mit einer Dreierkette verteidigen. „Dann ist die offensive Rolle anders zu interpretieren“, so Hirsch.
Nun stellt der Trainer heraus, dass „wir weit davon weg sind, nur Dreierkette zu spielen“. Mit einer Viererabwehrkette im Rücken könnte es demnach für Patrick Sussek auf der offensiven Außenbahn leichter werden. Vielleicht könnte sich gegen den VfB Stuttgart II am Samstag (live im Ticker der Redaktion) schon die Gelegenheit ergeben, merkt der Trainer an.
Dietmar Hirsch attestiert Patrick Sussek eine tadellose Einstellung: „Er ist fleißig.“ Hirsch ist sich sicher, dass Sussek sich auch in Zukunft wieder als verlässlicher Scorer-Punkte-Sammler in Szene wird setzen können.