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Die Derby-Krawalle zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 haben ein politisches Nachspiel. Nach dem 2:0-Sieg der Braunschweiger droht Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens mit heftigen Konsequenzen. Die SPD-Politikerin hält die bisherigen Sicherheitsmaßnahmen im Fußball für unzureichend und schließt drastische Schritte bei künftigen Derbys nicht aus.
„Niemand muss nach diesen Vorfällen glauben, dass etwaige zukünftige Derbys in Braunschweig erneut so stattfinden werden wie das Spiel am vergangenen Sonntag“, sagte Behrens der Deutschen Presse-Agentur. Das ist mal eine Ansage!
📌 96-Fans randalieren in Braunschweig
- Derby mit Folgen: Eintracht Braunschweig gewann das Zweitliga-Duell gegen Hannover 96 mit 2:0.
- Pyrotechnik im Stadion: Raketen und bengalische Feuer flogen aus dem Hannoveraner Fanblock auf die Ränge und das Spielfeld. Die Partie wurde für zehn Minuten unterbrochen.
- Ministerin fordert Konsequenzen: Daniela Behrens bringt personalisierte Tickets, kleinere Gästefan-Kontingente und Geisterspiele ins Spiel. Zudem fordert sie harte Sanktionen gegen die Verantwortlichen.
Schon vor dem brisanten Duell hatte Behrens mögliche Maßnahmen ins Spiel gebracht. Dazu zählen personalisierte Eintrittskarten, kleinere Gästefan-Kontingente und sogar Geisterspiele. Nach den jüngsten Ausschreitungen verschärfte sie ihren Ton deutlich.
„Ich bin wahrlich keine Anhängerin der sogenannten Kollektivstrafen, aber wenn die vielbeschworenen Selbstreinigungskräfte der Kurve allen Appellen zum Trotz absolut nicht funktionieren und die Sicherheitsmaßnahmen im Stadion nicht ausreichen, dann sehe ich derzeit auch keine wirksame Alternative.“
In der Nachspielzeit des Spiels in Braunschweig eskalierte die Lage. Aus dem Gästeblock von Hannover 96 flogen Raketen und bengalische Feuer auf die Ränge und den Platz. Die Feuerwehr musste kleinere Brände löschen. Schiedsrichter Tobias Reichel unterbrach die Partie für zehn Minuten.
Die Innenministerin zeigte sich entsetzt über die Szenen im Stadion. „Insbesondere ein großer Teil der Ultraszene von Hannover 96 war zu diesem Spiel offensichtlich ausschließlich angereist, um maximales Chaos und eine Eskalation der Gewalt zu provozieren“, sagte Behrens.
Zwar verlief die von der Polizei begleitete An- und Abreise der Fans weitgehend friedlich. Dennoch gab es auch dabei Verletzte durch Pyrotechnik. Für die Sicherheit innerhalb des Stadions fand Behrens dagegen deutliche Worte: „Mit Blick auf das Thema Sicherheit im Stadion war dieses Spiel jedoch eine absolute Nullnummer“, kritisierte sie. „Der Veranstalter Eintracht Braunschweig konnte nicht für Sicherheit im Stadion sorgen“, lautete das vernichtende Urteil.
Nach Ansicht der Ministerin müssen die Verantwortlichen die Vorfälle konsequent aufarbeiten. „Wir werden ein solches Verhalten niemals tolerieren, weder im Fußballstadion noch sonst irgendwo“, betonte Behrens. Nun gelte es, die Täter schnell zu identifizieren und möglichst mit Stadionverboten zu belegen.
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Auch den Deutschen Fußball-Bund nahm die SPD-Politikerin in die Pflicht. Sie erwarte, dass der Verband „das krasse Fehlverhalten der 96-Ultras hart sanktioniert“. Bloße Geldstrafen gegen den Verein seien aus ihrer Sicht nicht ausreichend.
Hannover 96 hatte sich bereits von den Ausschreitungen distanziert. „Dies sind Szenen, die Hannover 96 auf das Schärfste verurteilt und für die es keinerlei Entschuldigung gibt“, erklärte der Klub. Die Verantwortlichen betonten zudem: „Die Verursacher waren sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst. Sie haben die Gesundheit anderer Menschen wissentlich gefährdet.“