Zurück
Dass Yussuf Poulsen in dieser Saison für den HSV noch einmal als Kapitän aufläuft, hätten wohl nur wenige Hamburger Anhänger gedacht. Da neben Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) auch Nicolas Capaldo gegen den SC Paderborn verletzt fehlte und Albert Sambi Lokonga zunächst nur auf der Bank saß, durfte sich der Däne die Binde aber wieder überstreifen. Der 32-Jährige hätte sich für diesen Moment allerdings bessere Spiele aussuchen können. Der HSV verlor gegen den Aufsteiger mit 0:1.
Donnerstags
Melden Sie sich jetzt für den kostenlosen HSV-Newsletter an. Jeden Donnerstag kommt das Wichtigste zum Spieltag direkt in Ihr Postfach.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Vielen Dank!
Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt
Öffnen Sie nun Ihr E-Mail-Postfach - hier finden Sie eine E-Mail von uns. Bestätigen Sie Ihre Anmeldung zum Newsletter, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.
Newsletter bereits abonniert!
Mit dieser E-Mail-Adresse haben Sie den Newsletter „HSV, wir müssen reden“ bereits abonniert. Eine Übersicht all unserer Newsletter finden Sie hier.
Im Vergleich zum Sieg gegen den VfB Stuttgart wechselte HSV-Trainer Merlin Polzin zweimal. Shafiq Nandja ersetzte den verletzten Capaldo und Zakaria El Ouahdi kam für Louis Lemke in die Startelf. Nach zwölf Minuten musste Polzin aber bereits ein weiteres Mal wechseln. Fabio Vieira zog es ohne Gegnereinwirkung in den rechten Oberschenkel. Der Portugiese verließ mit einem dick bandagierten und gekühlten Oberschenkel den Platz. Für ihn kam Otto Stange in die Partie.
Der Ausfall des Mittelfeldspielers machte sich beim HSV stark bemerkbar. Ohne Vieira fehlte es den Hamburgern offensiv an Kreativität. Mit dem Fehlen von Capaldo fehlte den Hamburgern außerdem die Laufwege in die Tiefe, die eine gegnerische Manndeckung auseinander ziehen können.
Dementsprechend schwer tat sich der HSV mit dem Ball etwas anzufangen. Oft agierte er fahrig und ungenau. Ein Beispiel gefällig? In der 20. Minute spielte Warmed Omari einen Hamburger Abstoß ins eigene Toraus (!). Paderborn kontrollierte derweil zwar die Partie, wurde dabei allerdings auch nicht wirklich gefährlich. Daraus ergab sich eine ereignisarme, zähe und schwer ansehbare erste Halbzeit. Nach 30 Minuten lag der xG-Wert (erwartete Tore) beider Teams bei jeweils 0,03. Oder anders ausgedrückt: Torchancen gab es quasi keine.
Kurz vor der Halbzeit bekam der HSV in seinem besten Angriff noch einmal David Möller Wolfe bis an die Grundlinie durchgespielt. Der Norweger versuchte, El Ouahdi im Rückraum zu finden. Ein Paderborner Abwehrspieler fing den Angriff allerdings ab. Damit ging es ohne einen einzigen Schuss aufs Tor von beiden Teams in die Halbzeit.
Nach 45 Minuten war dann auch der Auftritt von Yussuf Poulsen als Kapitän vorbei. Terem Moffi kam für ihn in die Partie, Daniel Heuer Fernandes übernahm die Kapitänsbinde. Der zweite Durchgang versprach früh unterhaltsamer als die erste Halbzeit zu werden.
Nach einem weiten Einwurf flankte Paderborns Laurin Ulrich an den linken Pfosten zu Tom Baack, der mit Übersicht quer zu Santiago Castaneda köpfte. Der fackelte nicht lange und zog aus zentraler Position vier Meter vor dem Tor relativ freistehend satt ab. Mit einem starken Reflex kratzte Heuer Fernandes den Ball aber noch von der Linie (47.). Insgesamt kam die Heimmannschaft besser aus der Kabine. Mit einem viel intensiveren Auftreten gelang es dem SCP, mehr Bälle im Gegenpressing zu erobern und auch mit dem Ball schneller und damit gefährlicher zu agieren.
Mehrfach scheiterten die Paderborner innerhalb weniger Minuten an Heuer Fernandes (72., 73.) oder am Pfosten (73.). Auf der anderen Seite vergab Martine Adeline die beste HSV-Chance, als er im Strafraum aus spitzem Winkel den Ball nicht zum freistehenden Moffi bringen konnte.
Am Ende wurde der Paderborner Druck für den HSV zu groß und – wie könnte es anders sein – der vom HSV ausgeliehene Rayan Philippe erzielte das 1:0. Der Franzose leitete den Angriff von der rechten Seite selbst ein. Über mehrere Stationen, beiden die Hamburger Abwehr auch sehr viel Platz ließ, landete der Ball im rechten Halbraum an der Strafraumgrenze erneut bei Philippe, der den Ball flach ins lange Eck platzierte (89.).
Eine Hamburger Schlussoffensive gab es danach nicht mehr. Der HSV verlor am Ende verdient mit 0:1 gegen den SC Paderborn und verpasste es, den vierten Sieg in Serie einzusammeln. Am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) geht es für die Hamburger in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt weiter. Eine Begegnung, die bereits am Dienstag im DFB-Pokal in Hamburg statt finden wird.
SC Paderborn: Noll – ter Horst (62. Götze), Scheller, Hansen – Curda, Castaneda, Obermair – Ulrich (70. Philippe), Vidovic (46. Baack) – Marino (79. Michel), S. Tigges (62. Pieringer)
HSV: Heuer Fernandes – Nandja, Bornauw, Omari – El Ouahdi, Nadir (71. Sambi Lokonga), Möller Wolfe – Adeline, Muheim (71. Grönbaek) – Vieira (13. Stange und ab 89. Rössing Lelesiit), Poulsen (46. Moffi)
Tore: 1:0 Philippe (89.)
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)