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Wieder führte Borussia Dortmund mit 2:0, wieder kam Werder Bremen zurück, doch diesmal hatte Marcel Sabitzer mit einem tollen Freistoß das letzte Wort. Von Kobel bis Guirassy – die BVB-Einzelkritik zum 3:2 in der zweiten Runde des DFB-Pokals.
Gregor Kobel: Der BVB-Torhüter hatte zunächst wenig zu tun. Wenn etwas zu halten war, hielt er. Und bei den Gegentoren war er ohne Chance.
Note: 3,0
Joane Gadou: Der junge Innenverteidiger war wieder einmal ein Monster in den Zweikämpfen. Als Bremen ausgeglichen hatte, symbolisierte er zudem den Dortmunder Willen zum späten Sieg, als er sich mehrfach als Rechtsverteidiger zur Grundlinie durchtankte und flankte. Davor allerdings auch wie die Kollegen mit einer vogelwilden Phase.
Note: 2,5
Waldemar Anton: Der Abwehrchef regelte vor der Pause das Geschehen in der Defensive ohne Probleme, war in der Luft und am Boden stets Herr der Lage. In der zweiten Halbzeit allerdings zu oft regelrecht kopflos unterwegs. Ließ sich vor Füllkrugs 2:2 vom Bremer Stürmer tunneln, auch davor und danach fehlte das Timing beim Herausrücken aus der Abwehr.
Note: 3,5
Nico Schlotterbeck: Feierte sich in der 51. Minute mit geballten Fäusten selbst für eine wichtige Grätsche in letzter Not. Danach war auch er phasenweise überfordert, nachdem er in der ersten Halbzeit zusammen mit den Kollegen noch geradezu lehrbuchhaft verteidigt hatte.
Note: 3,0
Julian Ryerson (bis 71.): Richtig gut: sein Laufweg vor dem Dortmunder 1:0, als er in den Strafraum stürmte und den Ball (wohl eher unfreiwillig) genau zu Guirassy beförderte. Weniger gut: sein Klammern gegen Schmetgens, das zum Elfmeter für Werder und dem 1:2-Anschlusstreffer führte (64.), was dem Spiel eine erste spektakuläre Wendung gab. Ansonsten ordentlich, aber mit zu wenig Impulsen nach vorne.
Not: 3,0
Joey Veerman (bis 71.): In der ersten Halbzeit war es ein herausragender Auftritt des Niederländers, der das Spiel mit klugen kurzen und äußerst präzisen langen Bällen lenkte und der beide Tore einleitete. Nach der Pause aber ebenso wie die Kollegen von einem rätselhaften Listungsabfall betroffen, viel zu leicht kombinierten sich die Werderaner da durchs Zentrum – und prompt wurde er ausgewechselt.
Note: 2,5
Felix Nmecha: Kombinierte in der ersten Halbzeit immer wieder sehenswert mit Veerman, zum Beispiel vor dem 1:0. Fiel dann aber wieder in die altbekannte Lethargie und begünstigte Bremer Angriffe mit regelrecht pazifistischer Zweikampfführung.
Note: 3,0
Maximilian Beier: Bereitete das frühe Führungstor mustergültig vor. Verschwand dann aber über weite Strecken in der Versenkung. Ungewohnt unauffällig.
Note: 3,0
Jobe Bellingham: Betrieb einen hohen läuferischen Aufwand, beeindruckte die Bremer mit seiner Physis und legte das 2:0 per Kopf auf (17.). Verlor sich und seine Dominanz aber mit zunehmender Spieldauer.
Note: 2,5
Carney Chukwuemeka (bis 71.): Der junge Österreicher hätte der Held des Abends sein können, nein: müssen. Aber frei vorm Tor, als er nur noch einschieben musste, verstolperte er den Ball. (56.). Zuvor hatte er noch mit einem tollen Direktschuss getroffen (17.). Zeigte, welches Potenzial er hat. Zeigte aber auch, dass die Kräfte noch nicht reichen, um das konstant über 90 Minuten auf den Rasen zu bringen.
Note: 3,0
Serhou Guirassy: Der Torjäger traf früh zum 1:0 (6.) und legte Chukwuemeka die große Chance zum 3:0 auf (56.). Insgesamt ein guter, weil spielfreudiger Auftritt der „Lebensversicherung“, wie Guirassy einst von Kovac getauft wurde.
Note: 2,0
Marcel Sabitzer (ab 71.): Kam für Veerman, traf spektakulär per Freistoß zum 3:2-Sieg – bleibt aber wegen der zu geringen Spielzeit ohne Note.
Ethan Nwaneri (ab 71.): Kam für Chukwuemeka. Ohne Note.
Daniel Svensson (ab 71.): Kam für Ryerson. Ohne Note.
Fabio Silva (ab 81.): Kam für Guirassy. Ohne Note.