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Michael Schumacher bekam nach Absichts-Crash fiesen Rat von seinem Manager

Fast 29 Jahre nach dem folgenschweren Crash in Jerez spricht Michael Schumachers Ex-Manager Willi Weber über die Ereignisse und ihre überraschenden Hintergründe.

Jerez – Am 26. Oktober 1997 kam es beim Großen Preis von Europa in Jerez zu einer der umstrittensten Szenen der Formel-1-Geschichte. Michael Schumacher kollidierte im Kampf um den WM-Titel mit seinem Rivalen Jacques Villeneuve. Während der Ferrari-Pilot das Rennen vorzeitig beenden musste, fuhr Villeneuve ins Ziel und sicherte sich den WM‑Titel.

Michael Schumacher und Willi Weber
Michael Schuhmachers ehemaliger Manager Weber teilt pikante Details zum Jerez-Crash. © picture-alliance / dpa | Bernd_Weißbrod / picture alliance/dpa/picture alliance | Frank May

Der Internationale Automobilverband (FIA) schloss Schumacher später aus der Fahrerwertung der Saison aus. Fast drei Jahrzehnte nach dem Vorfall hat Schumachers damaliger Manager Willi Weber nun erneut über die Ereignisse gesprochen – und liefert eine ungewöhnliche Erklärung dafür, warum sich der Rekordweltmeister nie persönlich entschuldigt haben soll.

Weber spricht über Schumachers Verhalten nach dem Jerez-Crash

Noch am Tag des Rennens suchte Weber das Gespräch mit seinem Schützling. Dabei habe er ausdrücklich als Freund und nicht als Manager gehandelt. „Was ist in dich gefahren, was war das?“, fragte er Schumacher laut einem Bericht von motorsport-total.com. Dessen Zustand beschrieb der ehemalige Manager rückblickend als ungewöhnlich: „Michael war in einer Verfassung, wie ich ihn selten gesehen habe. Zwischen Wut und Verzweiflung.“

Warum Schumacher sich nicht persönlich entschuldigt habe, erklärte Weber mit dessen Sternzeichen. „Da spielen einige Dinge mit. Zum Beispiel, dass Michael Steinbock ist“, sagte der frühere Manager. Männer dieses Sternzeichens hätten seiner Ansicht nach Schwierigkeiten, eigene Fehler einzugestehen. Ein Steinbock mache grundsätzlich keine Fehler, fasste Weber seine Sichtweise zusammen.

Weber gab Schumacher damals auch einen Rat für den Fall, dass es erneut zu einer solchen Situation kommen sollte. „Wenn du das jemals wieder machst, dann mach es bitte so wie der Ayrton Senna mit dem Alain Prost!“, soll er gesagt haben. Damit bezog er sich auf den Zusammenstoß zwischen Senna und Prost beim Großen Preis von Japan 1990. Damals schieden beide aus, während Senna sich die Weltmeisterschaft sicherte – Schumacher holte 1994 seinen ersten Titel.

Laut Weber habe Schumacher durchaus das Bedürfnis gehabt, sich zu entschuldigen. Dennoch sei es nicht zu einer persönlichen Aussprache gekommen. Ob tatsächlich Schumachers Sternzeichen Steinbock für die fehlende Entschuldigung verantwortlich war, bleibt Webers persönliche Interpretation – die Erklärung dürfte dem legendären Jerez-Crash aber eine weitere ungewöhnliche Facette hinzufügen. (adp)

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