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Seinen zweiten Wien-Titel nach 2021 als Ziel nimmt Zverev jedoch nicht in den Mund. „Ich will gutes Tennis zeigen, den Rest werden wir sehen.“ Erster Gegner ist am Dienstag der Spanier Martin Landaluce (ATP-67.).
„Er ist ein junger Spieler, der gutes Tennis spielen kann. Er hat dieses Jahr bei einigen Master-Turnieren gut gespielt, er hat sich grandios verbessert. Ich erwarte ein schweres Match, aber ich werde dafür bereit sein“, meinte Zverev im ORF-Interview.
Alexander Zverev könnte bei den Erste Bank Open in Wien als zweiter Deutscher nach Boris Becker die Nummer eins der Tennisweltrangliste werden. Nach den körperlichen Strapazen der letzten Monate gönnte sich Zverev zuletzt einige Tage Ruhe und ist nun bereit für das Turnier in der Wiener Stadthalle.
Der Deutsche, der das Turnier in Wien sehr schätzt, wirkte im ORF-Interview ruhig und fokussiert. „Ich will hier gutes Tennis zeigen. Das war schon das ganze Jahr mein Ziel. Ich will die Dinge kontrollieren, die ich kontrollieren kann, und das sind die Matches, die vor mir sind“, so Zverev, der sich gut in Form fühlt.
„Ich habe heuer viel gespielt, viele Trainings gehabt, deshalb habe ich mir ein paar Tage Pause gegönnt, aber jetzt bin ich wieder bereit, auf dem Platz zu stehen.“ Lange war Zverev die unerfüllte Hoffnung des deutschen Tennis auf eine Nachfolge von Ikone Becker. Seine Finalniederlage bei den US Open 2020 nach Zweisatzführung gegen Dominic Thiem hing ihm nach.
„Ich hatte mental ein bisschen Druck. Dieser Grand-Slam-Titel, der war schon für mich und für meine Karriere sehr wichtig. Nachdem ich in Paris gewonnen habe, das hat schon viel gelöst bei mir“, sagte Zverev im Pressegespräch vor dem Wiener Turnier. Das habe ihm dann auch den Erfolg bei den US Open ermöglicht. „Darüber bin ich sehr glücklich.“
„Ich habe auch noch andere Ziele: Ich möchte hoffentlich noch die Chance haben, die anderen zwei (Majors) auch noch zu gewinnen. Das wäre schon etwas Besonderes für mich.“ Die gute Stimmung schlägt Zverev seit seinen Grand-Slam-Erfolgen auch in Deutschland entgegen. „Mich kritisiert hat immer nur einer, und seine Meinung in den letzten paar Jahren interessiert mich wenig, um ehrlich zu sein. Weil jedes Mal, wenn er es gesagt hat, ist genau das Gegenteil passiert“, sagte er und bezog sich auf Becker, ohne dessen Namen zu nennen.
In Wien hat Zverev keine prominenten Kritiker, und nicht nur das trägt dazu bei, dass er sich hier wohlfühlt. „Ich mag Wien. Ich liebe es, im deutschsprachigen Raum zu spielen, und finde die Stadt wunderschön, eine meiner Lieblingsstädte, die wir auf der Tour bereisen dürfen.“
Auch sonst ist Zverev vom Drumherum der Erste Bank Open angetan. „Die Hotels, in denen wir wohnen dürfen, sind wunderbar. Das Essen, die Menschen, die Organisation ist einzigartig für mich, absolute Weltklasse.“ Er brach auch eine Lanze für die Stadthalle. „Es gibt Stadien auf der Welt, die größer sind und ein bisschen moderner, aber das ist nichts gegen die Stadthalle. Ich liebe die Atmosphäre, es immer sehr laut und energetisch.“
(Österreich, 2.797.985 Euro, Hartplatz)
| Erstrundentableau: | ||
| Alexander Zverev (GER/1) | Martin Landaluce (ESP) | -:- -:- |
| Brandon Nakashima (USA) | Tallon Griekspoor (NED) | -:- -:- |
| Arthur Fery (GBR) | Jacob Fearnley (GBR) | 5:1 ret. |
| Frances Tiafoe (USA/6) | Lorenzo Musetti (ITA) | -:- -:- |
| Flavio Cobolli (ITA/4) | Grigor Dimitrow (BUL) | -:- -:- |
| Matteo Berrettini (ITA) | Tomas Martin Etcheverry (ARG) | 6:3 6:4 |
| Learner Tien (USA) | Luca Van Assche (FRA) | 6:3 6:1 |
| Alex de Minaur (AUS/5) | Tomas Machac (CZE) | 1:6 6:4 6:3 |
| Jakub Mensik (CZE/8) | Lukas Neumayer (AUT) | 6:2 6:2 |
| Ignacio Buse (PER) | Adrian Mannarino (FRA) | -:- -:- |
| Francisco Cerundolo (ARG) | Cameron Norrie (GBR) | -:- -:- |
| Daniil Medwedew (RUS/3) | Daniel Merida (ESP) | -:- -:- |
| Tommy Paul (USA/7) | Andrej Rublew (RUS) | 7:5 6:2 |
| Luciano Darderi (ITA) | Matteo Arnaldi (ITA) | 7:5 6:2 |
| Jurij Rodionov (AUT) | Nikolos Basilaschwili (GEO) | -:- -:- |
| Carlos Alcaraz (ESP/2) | Karen Chatschanow (RUS) | -:- -:- |