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Nach sechs Grand-Slam-Titeln mit Carlos Alcaraz hat Juan Carlos Ferrero einen neuen Trainerjob. Sein neuer Schützling gehört bereits zur Tennis-Weltspitze.
Nach seiner erfolgreichen Zeit mit Carlos Alcaraz hat Juan Carlos Ferrero eine neue Herausforderung gefunden. Der 46-jährige Spanier soll künftig einen der größten Hoffnungsträger im Herrentennis betreuen.
Auch Alexander Zverev spielt in der Geschichte eine Rolle. Juan Carlos Ferrero ist zurück im Trainergeschäft – und seine Entscheidung sorgt in der Tenniswelt für Aufsehen. Der ehemalige Weltranglistenerste, der Carlos Alcaraz zu sechs Grand-Slam-Titeln führte, hat sich einem neuen Projekt verschrieben. Sein künftiger Schützling zählt bereits zur absoluten Weltspitze, wartet aber noch auf seinen ersten Grand-Slam-Triumph.
Besonders interessant: Auch mit Alexander Zverev verbindet Ferrero eine gemeinsame Vergangenheit. Das Geheimnis um Ferreros neuen Schützling ist gelüftet: Der Spanier wird künftig den 24-jährigen US-Amerikaner Ben Shelton betreuen. Der Weltranglistenvierte bestätigte die Zusammenarbeit am Sonntagabend auf Instagram.
„Enorme Verstärkung für mein Team in der kommenden Saison. Ich freue mich darauf, loszulegen und in der Saisonvorbereitung hart zu arbeiten … Auf geht’s“, schrieb Shelton. Ferrero soll dabei nicht Sheltons Vater Bryan ersetzen, sondern das bestehende Trainerteam ergänzen. Der frühere Tennisprofi hat die Karriere seines Sohnes maßgeblich geprägt und bleibt weiterhin eine wichtige Bezugsperson.
„Mein Vater hat auf meinem Weg eine so wichtige Rolle gespielt, und ich freue mich darauf, was wir alle gemeinsam in Zukunft erreichen können“, erklärte Shelton. Ferrero gehört zu den renommiertesten Trainern im internationalen Tennis. Von 2018 bis 2025 begleitete er Carlos Alcaraz auf dessen Weg an die Weltspitze. Unter seiner Führung gewann der Spanier sechs Grand-Slam-Titel.
Auch als Spieler war Ferrero äußerst erfolgreich. 2003 triumphierte er bei den French Open und stand insgesamt sieben Wochen an der Spitze der Weltrangliste. Dass er nach seiner Trennung von Alcaraz wieder als Trainer arbeiten würde, hatte sich bereits abgezeichnet. Gegenüber der britischen „Times“ verriet Ferrero zuletzt, dass er sich mit einem Spieler geeinigt habe. Den Namen hielt er damals noch geheim.
„Juan Carlos ist einer der klügsten Köpfe im Tennis“, sagte Shelton laut ATP. „Seine Erfahrung mit Siegen auf höchstem Niveau und der Förderung von Champions wird für unser Team von unschätzbarem Wert sein. “Shelton zählt mit seinem gewaltigen Aufschlag und seiner offensiven Spielweise zu den spektakulärsten Spielern auf der ATP-Tour. Seine bislang größten Erfolge feierte er bei den Masters-1000-Turnieren in Kanada, die er 2025 und 2026 gewann.
Im September stand der Amerikaner erstmals in einem Grand-Slam-Finale. Bei den US Open musste er sich allerdings vor heimischem Publikum Alexander Zverev mit 3:6, 6:7 , 7:5 und 2:6 geschlagen geben. Ausgerechnet mit dem Deutschen hat Ferrero bereits Erfahrungen gesammelt. Zwischen Juli 2017 und März 2018 betreute er Zverev, ehe die Zusammenarbeit nach wenigen Monaten endete.
Erst kürzlich sprach der Spanier gegenüber der Zeitung „AS“ über die Gründe für die damalige Trennung.
„Wir hatten nicht die gleiche Auffassung von Professionalität. Unsere Kulturen sind sehr unterschiedlich, er ist russisch-deutsch, ich spanisch. Wir hatten unterschiedliche Denkweisen“, erklärte Ferrero. Auf die Zusammenarbeit mit Shelton blickt der 46-Jährige hingegen voller Vorfreude.
„Ben verfügt über außergewöhnliches Talent, Kraft und Charakter. Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit Bryan und dem Team dieses spannende neue Kapitel zu beginnen“, schrieb Ferrero auf Instagram. An Interessenten dürfte es ihm nicht gemangelt haben. Laut der britischen „Times“ sollen sich auch Jannik Sinner und Rafael Jodar für eine Zusammenarbeit mit Ferrero interessiert haben.
Für den Amerikaner könnte die Verpflichtung ein entscheidender Schritt sein. Das Talent für große Titel hat er längst bewiesen. Nun soll Ferrero dabei helfen, aus dem Grand-Slam-Finalisten einen Grand-Slam-Sieger zu machen.