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Schweizer Cup
Fünf Spiele in der Liga ohne Sieg, zwei peinliche Niederlagen gegen einen Aufsteiger und das Schlusslicht – die FCB-Frauen suchen am Samstag in Aarau nach ihrer Form und einen Weg in die Viertelfinals im Schweizer Cup.
Nur zu gut kann man die Glückseligkeit in Reihen des FC Aarau nachvollziehen, als am vergangenen Samstag der erste Saisonsieg unter Dach und Fach war. Mit dem 3:1 gegen den FC Basel hatten die wenigsten gerechnet. «Es ist so viel Freude und Emotion in mir», sagte die abgekämpfte Vanesa Hoti. Für die 28-Jährige war es eine besondere Genugtuung, wurde die Baslerin mit kosovarischen Wurzeln doch vor zwei Jahren beim FCB ausgemustert.
Dieser erlebt nach einem prima Saisonstart eine Baisse. Anfang September gelang der letzte Sieg, danach reihte die Mannschaft von Trainerin Danique Stein drei Remis und zuletzt zwei Niederlagen, erst bei Aufsteiger Yverdon, dann in Aarau beim Schlusslicht der Women’s Super League. «Wir sind in eine Negativspirale geraten», sagt Stein, «und jetzt gilt es, den Knoten zu lösen.»
Signifikant bleibt wie vergangene Saison schon die schwache Torausbeute. 13 Treffer aus neun Partien sind eine sehr schmale Ausbeute, nur St. Gallen und Aarau am Tabellenende haben noch weniger herausgeholt. Dazu kommt eine Anfälligkeit des Teams beim Konterspiel, was die Aarauerinnen auf dem Kunstrasen im Schachen mit langen Bällen genüsslich zu nutzen wussten.
Darauf werden sich die Baslerinnen besser einstellen müssen, wenn es an diesem Samstag im Schweizer Cup an derselben Stelle wieder gegen den FC Aarau geht. «Gottseidank gibt es jetzt gleich die Chance zur Revanche», sagt Stein, die glaubt, dass ihre Mannschaft den Weckruf vernommen hat: «Wir hatten eine gute Selbstreflexion, wollen aber weiterhin unseren konstruktiven und dominanten Fussball spielen und müssen kaltschnäuziger vor dem Tor sein.»
Die Verletztenliste wird seit dieser Woche mit der 21-jährigen Aussenverteidigerin Carla Christen (Bänderverletzung) verlängert. Noch länger nicht zur Verfügung stehen auch Nanna Leivonen, Mara Tauriello, Tyara Buser, Anna Krog sowie Romia Gagliano, die muskulär angeschlagen von der englischen U19-Nationalmannschaft zurückgekommen war.
Nach zwei einfachen Kantersiegen in den ersten beiden Runden täte ein Weiterkommen in Aarau auch dem Selbstvertrauen der in der Liga auf Platz 5 abgerutschten Mannschaft gut, denn schon Freitag kommender Woche steht ein weiteres Heimspiel im St. Jakob-Park an. Dann kommt der zweitplatzierte FC Zürich mit seiner neuen Trainerin, der ehemaligen Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg.
Achtelfinale, Samstag: FC Aarau - FC Basel (16.30 Uhr, Schachen), FC Sion (Nationalliga B) - FC St. Gallen, FC Wil (NLB) - Servette (Titelverteidigerinnen), FC Luzern - FC Rapperswil-Jona, FC Zürich - BSC YB. - Sonntag: FC Winterthur (NLB) - FC Küssnacht a.R. (NLB), FC Courrendlin-Courroux (1. Liga) - Yverdon Sport, FC Thun (NLB) - Grasshoppers.