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"Ich wäre in dieselbe Lücke gefahren": Audi-Teamchef verteidigt Hülkenberg

Oliver Bearman verlor in Mexiko durch eine Kollision mit Nico Hülkenberg wichtige Punkte - Trotzdem zeigt der Haas-Fahrer Verständnis für den Unfall

"Schmaler Grat": Nico Hülkenberg entschuldigt sich bei Oliver Bearman

Audi-Fahrer Nico Hülkenberg hat die Kollision mit Haas-Fahrer Oliver Bearman im Grand Prix von Mexiko-Stadt 2026 auf seine Kappe genommen: "Natürlich entschuldige ich mich bei ihm und Haas. Es war keine Absicht." Die FIA-Sportkommissare sahen die Schuld dennoch klar bei Hülkenberg und verhängten eine Zeitstrafe, die ihn ein Top-10-Ergebnis kostete.

Bearman kostete der Zwischenfall jedoch mehr: Er schied nach der Kollision mit Hülkenberg aus - und ärgert sich über die verpasste Punktechance in Mexiko. "Wie wir nur zu gut wissen, gab es bei den vergangenen Rennen nicht viele Gelegenheiten, Punkte zu erzielen. Das war wieder eine davon, die wir weggeworfen haben, ohne selbst etwas dafür zu können. Deshalb tut es in so einem Fall noch mehr weh", sagte Bearman.

Wie Hülkenberg die Kollision mit Bearman erlebte

Doch wie kam es überhaupt zur Kollision mit Hülkenberg? Der deutsche Audi-Fahrer schilderte die Situation beim Restart nach der Rotphase so: "Am Anfang geht es natürlich ziemlich eng und hitzig zu. Ich war dicht hinter Oliver, und da waren einige Autos sehr eng beieinander."

"Weil ich so dicht hinter ihm war, habe ich vorne einfach etwas Abtrieb verloren. Ich konnte das Auto nicht rechtzeitig abbremsen und bin ihm hinten reingefahren. Es ist ein schmaler Grat, und dieses Mal lag ich da ein kleines bisschen daneben. Leider passiert so etwas."

So reagierte Audi-Teamchef McNish auf den Zwischenfall

Audi-Teamchef Allan McNish machte Hülkenberg keinen Vorwurf: Im "riesigen Pulk" beim Restart werde vor der ersten Kurve "überall ein bisschen gedrängelt und geschoben". "Nico befand sich zwischen zwei anderen Autos, und dann tat sich diese Lücke auf. Ich habe mir das angesehen: Ich wäre in dieselbe Lücke gefahren", sagte der frühere Rennfahrer.

Hülkenberg sei dann jedoch "so weit hineingezogen" worden, dass sich ein Haftungsverlust an der Vorderachse einstellte. "Dann hat er Oliver genau im falschen Moment leicht berührt", erklärte McNish.

"Genauso gut hätte er noch rechtzeitig zum Stehen kommen können, und alles wäre in Ordnung gewesen. Aber Oliver begann gerade einzulenken, als Nico ihn traf. Dadurch wurde er herumgedreht."

Am Urteil der FIA-Sportkommissare gab es daher nichts zu kritisieren, sagte McNish. "Es war aber unglücklich."

So sah es letztlich auch Bearman. Er räumte ein: "Es geht [in diesem Moment] sehr eng zu und abseits der Ideallinie ist es schmutzig. Bei einem späten Restart liegen dort jede Menge Gummischnipsel. Ich hatte allerdings einen guten Restart und machte Positionen gut. Ich lag tatsächlich in den Top 10. Dann wurde ich von Nico umgedreht. Aber so etwas passiert."

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