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Harry Kane erhält in London den Ballon d'Or – und offenbart danach eine rührende Geste seines erkrankten Trainers Vincent Kompany. Der Bayern-Coach meldete sich trotz Klinikaufenthalt persönlich bei seinem Stürmer.
Harry Kane darf sich ab sofort bester Fußballer der Welt nennen. Der 33-jährige Stürmer des FC Bayern München nahm die prestigeträchtigste individuelle Auszeichnung im Weltfußball in seiner Heimatstadt London entgegen – und zeigte sich sichtlich überwältigt. "Wow, wow, wow", brachte der Engländer auf der Bühne hervor, er sei "fast sprachlos".
Besonders berührend war jedoch, was Kane nach der Zeremonie am DAZN-Mikrofon preisgab: Sein Trainer Vincent Kompany hatte ihn am Morgen der Verleihung aus einer Münchner Klinik angerufen. "Was für ein Mann! Er hat mich heute Morgen angerufen. Ihm geht es offensichtlich wieder gut. Ich hoffe, dass ihm das jede Menge Energie gibt. Boss, vielen Dank!", schwärmte Kane laut der "Bild".
Der 40-jährige Belgier war am vergangenen Freitag beim Training der Bayern-Amateure zusammengebrochen und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Obwohl Kompany selbst als Trainer des Jahres nominiert war, konnte er bei der Gala nicht anwesend sein. Ex-Weltmeister Thierry Henry nutzte die Bühne, um dem Bayern-Coach öffentlich Genesungswünsche zu übermitteln, auch Kane schloss sich dem in seiner Dankesrede an.
Seinem Trainer widmete er auf der Bühne besondere Anerkennung: Kompany habe ihn "als Spieler, Mensch und Anführer" weiterentwickelt. Zudem richtete Kane emotionale Worte an den gesamten Verein. Ohne seine Mitspieler beim deutschen Rekordmeister wäre dieser Triumph nicht denkbar gewesen, betonte er. Es sei "eine Ehre, für den FC Bayern zu spielen", er freue sich, die Trophäe nach München mitzubringen.
Auch die Vereinsführung reagierte mit Stolz. Sportvorstand Max Eberl bezeichnete Kane als "Gewinn" für den Klub und würdigte dessen "beeindruckende Lebensleistung". Der Ballon d'Or sei der verdiente Lohn dafür, dass Kane niemals lockergelassen habe, so Eberl. Präsident Herbert Hainer sprach von einem "stolzen Tag" für den gesamten Verein. (red)
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