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Andy Murray hat Fabio Fognini als den Gegner bezeichnet, mit dem seine Matches besonders regelmäßig zu Spannungen führten. In seiner Sendung The Set griff der Schotte den Streit beim Shanghai Masters 2019 auf. Sein Rückblick beschreibt eine Rivalität, deren Schwierigkeit für ihn über die sportliche Auseinandersetzung hinausging.
Andy sagte: „Er ist der einzige Spieler, gegen den ich jedes Mal Probleme hatte, wenn ich gegen ihn gespielt habe.“ Beide kennen sich nach seiner Schilderung seit den Juniorenturnieren im Alter von elf Jahren. Die Vertrautheit über einen langen Zeitraum verhinderte also nicht, dass ihre Begegnungen auf der Tour emotional aufgeladen blieben.
2019 störte sich Murray daran, dass Fognini während eines Ballwechsels einen Laut von sich gab, als er selbst einen Volley schlagen wollte. Als Murray die Situation mit dem Schiedsrichter besprach, mischte sich der Italiener ein. Andy forderte ihn zum Schweigen auf. Auch nach dem Match blieb die Stimmung angespannt.
Fognini gewann die Begegnung in drei Sätzen, den letzten im Tiebreak. Für Andy fiel damit ein ärgerlicher Zwischenfall mit einer knappen Niederlage zusammen. Sein Rückblick konzentriert sich entsprechend nicht allein auf die Schläge des Gegners. Er erinnert an die zusätzliche Schwierigkeit, sich nach einem Konflikt wieder auf das Spiel zu konzentrieren.
Die gesamte Bilanz zeigt, dass Fognini sportlich ein ernsthafter Gegner war. Er gewann fünf der neun Begegnungen, darunter zwei in Rom und eine im Davis Cup. Murray setzte sich unter anderem in Monte Carlo, Wimbledon und bei den Olympischen Spielen in Rio durch, wo er später sein zweites Gold gewann.
Das knappe Verhältnis von fünf zu vier Siegen gibt der Erinnerung einen wichtigen Rahmen. Hier trafen nicht bloß ein Favorit und ein gelegentlich störender Außenseiter aufeinander. Beide konnten den anderen schlagen. Die emotionale Reibung gehörte zu Duellen, deren Ausgang auch sportlich keineswegs dauerhaft in eine Richtung festgelegt war.
Inzwischen haben Murray und Fognini ihre Profikarrieren beendet und gemeinsam beim Rafa Nadal Academy Slam gespielt. Zum Team Murray gehörten außerdem Marat Safin und Dominic Thiem. Die Mannschaft verlor in Manacor mit 3:4 gegen Team Rafa, in dem Nadal, David Ferrer, Carlos Moyà und Richard Gasquet antraten.
Dieses gemeinsame Auftreten gibt Murrays Rückblick eine andere Gegenwart als das Bild von Shanghai. Der frühere Gegner war nun ein Mitspieler. Murrays Erzählung hält damit einen bemerkenswerten Gegensatz fest: jahrelange Vertrautheit, wiederkehrende Konflikte im Wettkampf und schließlich ein gemeinsames Team nach dem Ende ihrer Profikarrieren.