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Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen übt Kritik an der Kalendergestaltung des alpinen Ski-Weltcups. Der Brasilianer fordert mehr Globalität und bringt Bewerbe in Südamerika ins Rennen. An den Klassikern in Europa will der 26-Jährige aber nicht rütteln.
Mit seinem Olympiasieg im Riesentorlauf unter brasilianischer Flagge hat Lucas Pinheiro Braathen im vergangenen Februar Geschichte geschrieben. „Es ist der Wahnsinn, dass ich in Brasilien herumgehen kann und immer mehr Leute wissen, was Skifahren ist“, erklärt der 26-Jährige.
„Warum fahren wir keine Rennen in Südamerika?“
Global gesehen hat seine Sportart aber enormen Aufholbedarf. Braathen führt das auch auf die Gestaltung des Kalenders zurück. „Wir sagen Weltcup dazu, aber es ist ein Europacup“, übt Braathen Kritik scharfe Kritik.
Der amtierende Sieger des Riesenslalom-Weltcups bringt Rennen in Japan, China und einen deutlich längeren Aufenthalt in Nordamerika ins Spiel. Und: „Wir haben jetzt einen Olympiasieger aus Brasilien. Warum fahren wir keine Rennen in Südamerika, wenn ohnehin schon alle zum Training dorthin fliegen?“
Klassiker sind das „Fundament“
An den legendären Klassikern in Zentraleuropa will er freilich nicht rütteln. „Sie sind das Fundament unseres Sports. Für einen Athleten gibt es kaum eine größere Ehre, als so ein Rennen zu gewinnen“, sagt Braathen. Das Interesse für diese Rennen würde aber noch größer, wenn das „Produkt“ Skisport einem globalen Publikum zugänglich gemacht werde und nicht nur den Leuten, die es bereits kennen.