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Alcaraz gegen de Minaur: Das Überraschungsfinale in Wien
Alcaraz gegen de Minaur: Das Überraschungsfinale in Wien
Foto: © GEPA

Das Wiener ATP-Tennisturnier hat ein nicht erwartetes Finale.

Carlos Alcaraz war im Titelmatch erwartet worden, nicht aber Alex de Minaur. Der Australier schaltete am Samstag im Halbfinale den topgesetzten Deutschen Alexander Zverev mit 6:4, 1:6, 7:6(4) aus und verkürzte im Head-to-Head mit der angehenden Nummer eins auf 5:9.

Der zweitgereihte Alcaraz setzte sich gegen den Russen Daniil Medvedev, Wiens Nummer drei, mit 6:4, 7:6(4) durch. Das Endspiel ist für 14:00 Uhr (im LIVE-Ticker) angesetzt.

De Minaur: "Richtige Art von Tennis gespielt"

"Ich bin super-stolz, wie ich diese Situation bewältigt habe", sagte de Minaur nach dem Sieg im On-Court-Interview. "Ich war sehr ruhig, auch nachdem ich ein paar Doppelfehler eingestreut hatte. Ich denke, alles in allem habe ich ein sehr aggressives Tiebreak gespielt. Ich habe gemacht, was nötig ist, indem ich die richtige Art von Tennis gespielt habe. Das hat heute den Unterschied gemacht."

De Minaur liegt durch diesen Sieg aktuell auf dem letzten Platz für die Turiner ATP Finals. Ein Sieg auch gegen Alcaraz würde ihn überdies im ATP-Ranking auf Rang neun vorbringen.

Er steht als erster Australier in einem Wien-Finale und spielt am Sonntag um seinen zwölften Titel auf der Tour bzw. um seinen heuer zweiten nach jenem in Rotterdam. Durch den Triumph über den ab Montag Weltranglistenführenden ist der 27-Jährige heuer unter Hallen-Dächern weiter unbesiegt.

Zverev wiederum verpasste sein insgesamt drittes Wien-Endspiel. 2021 hatte er den Titel geholt, im Vorjahr unterlag er im finalen Match dem Südtiroler Jannik Sinner. Heuer erhielt die für ihn so glorreiche und denkwürdige Woche vor ausverkauftem Haus einen kleinen Makel.

Mit Kampfgeist zur Überraschung

Schon im ersten Satz des 14. Vergleichs mit de Minaur deutete einiges auf die Niederlage hin. Die Nummer fünf des Turniers dominierte im 2:31 Stunden dauernden Match mit seinem auf seine Defensivkünste aufgebauten Spiel, fand acht Breakchancen vor, eine nutzte er zur 3:2-Führung.

Die in 50 Minuten fixierte Satzführung war allerdings keineswegs eine Vorentscheidung. Zverev fand im zweiten Durchgang mehr zu seinem Spiel, breakte zum 2:0 und diktierte vorerst auch weiterhin. De Minaur ließ drei Breakchancen bei 0:4 aus und zwei weitere bei 1:5.

Immerhin machte der 27-Jährige das Ehren-Game, von der Höchststrafe war er nur zwei Punkte entfernt gewesen. Doch mit Kampf fand de Minaur ins Match zurück. Der Weltranglisten-Zehnte zog sein bekannt giftiges Spiel von der Grundlinie auf, punktete dann und wann aber auch am Netz.

Enger dritter Satz

Es ging ins Tiebreak, in dem sich de Minaur mit zwei Minibreaks eine 3:0-Führung sicherte. Auch wenn de Minaurs Hand nun schwer wurde und er Doppelfehler einstreute, Zverev agierte zu fehlerhaft. Der dritte Matchball brachte durch einen Out-Ball von Zverev schließlich die Entscheidung.

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