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Ottmaring bezwingt im Derby den Spitzenreiter – Kühbach ohne Mühen gegen Friedberg
Die einen jubeln, die anderen nicht: Der TSV Kühbach (blau) bezwang am Wochenende den TSV Friedberg mit 3:0. Foto: Adrian Goldberg

Nun hat es den Tabellenführer in der Kreisklasse Augsburg Ost zu Hause nach neun siegreichen Auftritten erwischt. Der SV Ried musste sich im Derby mit 0:2 dem SV Ottmaring beugen. Dagegen brachte der TSV Sielenbach einen knappen 1:0-Sieg vom FC Alba Augsburg mit nach Hause. Der VfL Ecknach II setzte sich bereits am Freitagabend unter Flutlicht mit 4:2 gegen die Sport-Freunde Bachern durch. Keine Treffer gab es in Obergriesbach beim 0:0 gegen die Sportfreunde Friedberg. Dagegen fielen in der Nord-Staffel zehn Tore in Gablingen. Dort bezog die DJK Stotzard eine 3:7-Klatsche bei der Arthur Vogel-Elf. Der SV Echsheim-Reicherstein kassierte zu Hause eine knappe 0:1-Niederlage gegen den TSV Hollenbach II und der FC Affing II verlor gegen den SC Biberbach mit 2:4. 3:3 trennte sich der FC Gundelsdorf vom noch sieglosen FC Langweid.

Kreisklasse Augsburg Ost

„Wir müssen selbstkritisch mit uns sein“, teilte SVR-Spielertrainer Jonas Gottwald nach der 0:2-Heimniderlage im Derby gegen Ottmaring mit. „Leider haben wir die dicken Chancen nach der Pause liegen gelassen und damit uns selbst eine bessere Ausgangssituation genommen“, trauerte er den beiden Großchancen von Fabian Richter nach. Nach dem langen Abtasten im ersten Abschnitt hatte seine Elf die Chancen zum Führungstreffer, als über die linke Fabian Wittmann zweimal servierte, „aber da waren wir nicht kaltschnäuzig genug“, so Gottwald. Ottmaring dagegen zeigte die Effizienz im Abschluss dann postwendend. Youngster Wieland Ginting nutzte einen Aufbaufehler die Heimelf und drückte nach einer Stunde den Ball an Keeper Helfer am kurzen Pfosten vorbei zur Führung. Ried bemühte sich dann um den Ausgleich, hatte dann aber mit den Distanzschüssen nicht das richtige Visier eingestellt. Und als Gottwald dann an der Mittellinie den Ball vertändelte, legte Hannes Wille den zweiten Treffer nach. SVO-Trainer Jauernig war dann überglücklich: „Unser dritter Derbysieg, einfach fantastisch“, machte er sich freudestrahlend zur Geburtstagsfeier seiner Lebensgefährtin auf. Die Partie musste kurz vor der Pause unterbrochen werden, denn Schiedsrichter Manfred Kreil verdrehte sich das Knie – der anwesende Ottmaringer Benjamin Lechner übernahm. „An ihm lag es bestimmt nicht, denn er hat seine Aufgabe super erledigt“, wollte Jonas Gottwald keine Ausreden gelten lassen.

Von einem verdienten, wenn auch knappen Auswärtserfolg berichtete TSV-Spielertrainer Sebastian Ströhl. Gegen die technisch beschlagenen Augsburger Albaner mussten die Sielenbacher ein hartes Stück Arbeit verrichten. „Das war ein sehr intensives Spiel“, war Ströhl nach neunzig Spielminuten völlig ausgepumpt. „Aber dann freut man sich über die drei Punkte und auf den warmen Kachelofen“, schob er hinterher. Den Treffer des Tages erzielte Julian Mayr mit einem satten Freistoßtreffer aus knapp 20 Metern nach der Pause. Die Sielenbacher standen sehr aufmerksam in der Abwehrreihe und ließen den gefährlichen Angreifer Qazim Prushi (elf Tore) nicht zum Abschluss kommen. Dadurch lahmte das Spiel der Heimelf an der Zugspitzstraße und der TSV entführte verdient die Punkte.

Des einen Freud, des anderen Leid – so trefflich ist die Partie im Kühbacher Sportpark schnell umschrieben, wie Emanuel Miok nach dem 3:0-Heimsieg sich zufrieden zeigte. „Meine Elf hat die Vorgaben gut umgesetzt und schnell ihre Chancen verwertet“ so der Ex-Friedberger, „und dann auch noch zu Null am Ende gespielt.“ Dabei waren die Friedberger nicht ungefährlich. Aber selbst die besten Chancen konnten wir wieder einmal nicht verwerten“, klagte Interims-Coach Benedikt Amler. „Wir haben sehr gute Bälle in die gefährliche Zone gespielt, aber im Abschluss sind wir einfach zu harmlos.“ Exemplarisch nannte er dann die vergebene Möglichkeit aus elf Metern. Lukas Glück setzte den Strafstoss kurz vor dem Ende neben das Tor. Zuvor musste Emanuel Miok mehrmals durchschnaufen. „Friedberg hatte die Chancen zum Anschlusstreffer, da hatten wir dann Glück, sonst hätte die Partie sich auch wenden können“ war er froh, „dass wir wieder mehr für unser Selbstverständnis tun konnten.“

Von einem wichtigen Auswärtserfolg berichteten die beiden BCR-Spielertrainer Augustin und Reisinger. „Wir waren die aktivere Mannschaft und sind sehr gut in die Partie gestartet“, teilten sie mit. Bereits in der dritten Minute konnte Markus Lindemayr eine Eckballvorlage von Reisinger ins TSG-Tor wuchten. „Da hat unserem Spiel gutgetan“, war Christoph Augustin froh, „dass wir den Torjäger Golmann gut abschirmen konnten“. Dabei tat sich Stephan Vitting hervor, der den pfeilschnellen Freddy Golmann neutralisierte. Nach der Pause verpassten die Rinnenthaler vorzeitig den zweiten Treffer nachzulegen und so musste man bis zur Schlussphase bangen, ehe Stefan Höltl einen Querpass von Justin Kopp zum 2:0-Endstand verwertete.

Sehr zufrieden war Marco Buchner mit dem Heimerfolg unter Flutlicht. „Wir haben gegen einen nie aufsteckenden Gast nicht unverdient die Punkte behalten“ war Buchner allerdings froh, „dass die Gäste den Anschlusstreffer nicht früher erzielt haben.“ Die Chance war durchaus da, denn Julian Böhm knallte einen Foulelfmeter – Florian Farda hatte Dennis Kratzat nach einer Stunde im Strafraum gebremst – hoch über das Tor von Martin Hetzer. Da führten die Platzherren durch die schnellen Treffer von Youngster Tim Selig, Almir Tatarevic und Spielertrainer Florian Wenger bereits mit 3:1 – Tobias Rohrer konnte per Kopfball kurz vor der Pause verkürzen. Kratzat gelang zwar neun Minuten vor dem Ende der 2:3-Anschlusstreffer, „aber wir waren dann noch konzentrierter in der Abwehr“, war Buchner dann froh, „dass wir den Faden nicht verloren haben“. Marcel Scheidler machte alles klar nach dem Zuspiel von Maxim Korelko in der Schlussminute.

Für Sportfreunde-Pressesprecher Fritz Sedl war es ein kampfbetontes Spiel mit einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, „in der sich niemand klare Torchancen erspielen konnte“. In Hälfte zwei hatten dann die Hausherren bessere Einschussmöglichkeiten. Noah Schönleben scheiterte in der 65. Minute am hervorragend reagierenden Ostler Torhüter Robert Schmidberger. Kurz vor Spielende lag bei der Heimelf dann der Torschrei bereits auf den Lippen. Johannes Fischer kam frei zum Abschluss, aber aus drei Metern knallte er völlig überhastet den Ball über das Friedberg Tor. Dieser Chance trauerte auch Trainer Jürgen Zeche vom SVO nach und meinte treffend: „Aufgrund der klaren Torchancen wäre ein Sieg verdient gewesen“. Dem konnte Spielertrainer Matthias Schuster von den Sportfreunden nicht widersprechen: „Wir waren im Spiel nach vorn zu harmlos, auch wenn wir gerne gewonnen hätten“, war er letztlich mit dem Punkt zufrieden. (fse)

Kreisklasse Augsburg Nord

Sehr bitter schmeckte nach neunzig Spielminuten SVE-Spielertrainer Simon Landes nicht nur der Traubensaft beim Weinfest, sondern auch die knappe Heimpleite gegen die Reservisten des Bezirksligisten verstimmte ihn. „Die war unnötig, aber die Gäste haben einfach mehr investiert“, sah er seine Elf dieses Mal spielerisch nicht gut in die Begegnung kommen. „Wir agierten zu statisch und hatten dann ein persönliches Duell mit dem Aluminium.“ Landes selbst scheiterte mit einem Kopfball am Pfosten und Florian Bachmayr traf auch nur das Gestänge. Und als dann auch noch Ulrich Wiedemann nach einer Stunde mit der Ampelkarte vom Feld musste, veränderte sich die Statik im Spiel der Heimelf. Hollenbach kam stärker auf und verdiente sich den Erfolg. Niclas Mederer erzielte den Treffer des Tages zum 1:0-Auswärtssieg der Hauke-Elf.

Fast wäre dem neuen Langweider Trainer Peter Träger ein Top-Einstand gelungen. „Leider haben wir zu viel diskutiert in der Nachspielzeit und dann doch noch den Ausgleich kassiert“, sah er seine junge Elf knapp vor dem ersten Saisonsieg. Die 2:0-Führung der Gundelsdorfer zur Pause drehte seine Elf mit viel Engagement in eine 3:2-Führung in der Schlussminute. „Dann haben wir aber wegen einer Freistoß-Entscheidung die Übersicht verloren“, klagte Träger. Der Gast führte diesen schnell aus und Duvan von Schwerin verhinderte mit dem Ausgleichstreffer den ersten Dreier des Tabellenletzten. Feuerwehrmann Träger sagte: „Mein Team lebt und darauf bauen wir auf“, blickte er bereits auf die nächste Begegnung, wenn man bei der DJK Stotzard spielt.

Für Spielertrainer Arthur Vogel war es eine kuriose Begegnung. „Das war ein offener Schlagabtausch in der Anfangsphase“, übernahm seine Elf danach dann die Kontrolle über die Partie. Bis zum Seitenwechsel hatte die Heimelf dann für klare Verhältnisse gesorgt, „da wir dann den Ball in unseren Reihen lassen ließen“. Stotzard kam kurz nach der Pause noch einmal durch Simon Knauer auf 3:5 heran. Gablingen zeigte dann aber seine Qualität und legte noch zwei weitere Treffer zum hohen Heimsieg nach.

Wieder einmal startete die Heimelf konzentriert in die Partie. „Damit haben wir uns selbst aus der Begegnung genommen“, klagte Spielertrainer Michael Gerbl. „Es ist derzeit nicht einfach, wir befinden uns in einer schwierigen Situation und müssen einfach die Kurve wieder hinbekommen“, wollte er gegen den Gast bereits mehr Einsatzwillen seiner Elf sehen. „Das war aber nur phasenweise zu sehen“, keimte nach dem Anschlusstreffer von Manuel Sturz, als Nicolas van der Werf einen Eckball trat, kurz die Hoffnung auf die Wende auf. „Wir waren dann aber erneut in der Defensive zu nachlässig“, musste er zwei weitere Gegentreffer hinnehmen, ehe Philipp Eppinger noch zum 2:4-Endstand traf.

Kreisklasse Augsburg Süd

Spät glich der SV Mering II noch aus, noch später gab er den Punkt noch einmal aus der Hand: Beim SV Bergheim musste die Zweitvertretung des Bezirksligisten nach einer torlosen ersten Halbzeit eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Ivo Lucic hatte die Gastgeber vor rund 75 Zuschauern in Führung gebracht, einem Ballverlust der Gäste im Spielaufbau folgte ein Konter (55.). Bereits in der Schlussphase glich Stanley Sunday die Partie aus (80.), kurz vor Ende der Partie stellte Tobias Haas für Bergheim aber den alten Abstand wieder her (90.+1).

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