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Volle Halle, nur ein Punkt Unterschied in der Tabelle und acht Derbysiege in Serie für Hard. Das 109. Ländle-Derby verspricht Spannung. Bregenz will die Negativserie beenden, muss aber auf Kapitän Dian Ramić verzichten. Bei Hard stehen Torhüter Lukas Gurskis und Neuzugang Mathias Sonne Domino wieder im Kader. Die historische Bilanz spricht mit 50 Siegen, zwölf Remis und 46 Niederlagen für Bregenz. Bei den Toren liegt Hard mit 2909:2906 hauchdünn vorne.
Die Gäste hatten den Anwurf, doch Nico Sager scheiterte mit seinem ersten freien Wurf an Berin Brkic. Nach einem Bregenzer Ballverlust brachte Dejan Babic Hard dennoch in Führung. Danach ging es Schlag auf Schlag: Mladen Ujdur traf von außen, Marc-Andre Haunold antwortete mit einem Durchbruch. Nach drei Minuten stand es 2:2.
Die Partie war von Beginn an körperbetont. Zeitstrafen und technische Fehler prägten die erste Hälfte, Hard setzte sich zwischenzeitlich auf drei Tore ab und führte mit 7:4. Bregenz kämpfte sich zurück: Mindaugas Dumčius und Gudmundur Bragi Astthorsson sorgten für den Ausgleich, Claudio Svečak verwertete einen Gegenstoß zum 10:10. Kurz darauf ging Bregenz erstmals in Führung und baute den Vorsprung auf zwei Tore aus.
Doch Hard blieb dran. Auch als Jonas Bergmayer im Bregenzer Tor einen freien Wurf von Sager parierte, gelang den Gästen der Ausgleich. Neun Sekunden vor der Pause scheiterte Dumčius per Siebenmeter an Lukas Gurskis. Lukas Fritsch nutzte den letzten Angriff und traf aus rund 15 Metern zum 17:17-Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Bregenz den besseren Start. Ujdur brachte die Hausherren in Führung, Astthorsson erhöhte mit einem sehenswerten Wurf auf 21:17. Beim 24:20 schien Bregenz weiter davonzuziehen. Dann musste Max Bergmayer nach seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Feld.
Hard nutzte die Überzahl und kämpfte sich zurück. In der 45. Minute gelang Haunold der Ausgleich zum 25:25. Von da an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Bregenz legte vor, Hard zog nach. Astthorsson übernahm Verantwortung und hielt die Gastgeber im Spiel.
Sechs Minuten vor Schluss führte Bregenz mit 31:29. Tokic verkürzte per Siebenmeter, doch Astthorsson stellte mit seinem zwölften Treffer den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Svečak fing den Ball in der Abwehr ab und erhöhte auf 33:30. Hard gab sich nicht geschlagen und kam nochmals heran, ehe Ujdur den Schlusspunkt zum 35:33 setzte.
Astthorsson war mit 13 Treffern Bregenz’ erfolgreichster Werfer. Für die Gastgeber war es ein umjubelter Derbysieg – und das Ende einer fast sechsjährigen Wartezeit.
(VOL.AT)