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Ex-Bundeskanzlerin Merkel stellt sich in Fahnendebatte hinter Jürgen Klopp

Bei seinem DFB-Amtsantritt trat Jürgen Klopp eine Diskussion um die deutsche Fahne los. Unterstützung gibt es jetzt ausgerechnet von Angela Merkel.

Berlin – Die eine führte Deutschland 16 Jahre lang als Bundeskanzler, der andere steht seit (knapp) 16 Wochen als neuer Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft fest. Angela Merkel hat in einem Interview mit Johannes B. Kerner in dessen Format „Bestbesetzung“, zu sehen bei MagentaTV, unter anderem über Jürgen Klopp gesprochen.

Angela Merkel teilt Jürgen Klopps Position in der Fahnendebatte.
Angela Merkel teilt Jürgen Klopps Position in der Fahnendebatte. © picture alliance/dpa | Sven Hoppe, Michael Kappeler (Montage)

Eines der zentralen Gesprächsthemen: die Fahnendebatte, die Klopp in seiner ersten DFB-Pressekonferenz losgetreten hatte. „Ich würde mir oder uns gerne die Fahne zurückholen“, hatte der Fußballlehrer gesagt. Er wünsche sich „positiven Patriotismus“ zurück und wolle „Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen“. Die Aussagen hatten öffentlich sowohl für Lob, als auch für Kritik gesorgt.

Angela Merkel stellt sich in Fahnendebatte hinter Jürgen Klopp

Merkel habe den Fahnen-Satz „tendenziell gut“ gefunden, erklärte sie, schränkte aber ein: „Wobei ich nicht glaube, dass sie uns schon abhandengekommen ist. Ich fand es nur gut, deutlich zu machen, dass die deutsche Fahne Schwarz-Rot-Gold den Menschen in Deutschland gehört und sie niemals von einer Partei usurpiert werden kann. Mir hat Jürgen Klopp dahingehend aus dem Herzen gesprochen, dass er einfach sagt: Diese Fahne gehört uns allen.“

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Alles an einem Platz: der DFB-Newsletter. © Imago / Absolut Fussball

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Auch Merkel war während ihrer Amtszeit einmal für ihren Umgang mit der deutschen Fahne in den Schlagzeilen gelandet. „Nach der Wahl 2013 hat mein Generalsekretär die Deutschland-Fahne geschwungen. Die habe ich ihm aus der Hand genommen. Dafür bin ich sehr kritisiert worden“, erzählte die Altkanzlerin. „Ich bin oft damit verbunden worden, dass ich das nicht wolle oder ich nicht zu dieser Fahne stehe. Das war Quatsch. Ich wollte nur nicht, dass wir die Fahne für uns usurpieren.“

Merkel tauchte als Kanzlerin immer wieder bei Spielen der Nationalmannschaft auf und stattete dem Team regelmäßig Kabinenbesuche ab. Das WM-Aus im Elfmeterschießen gegen Paraguay im Sommer nahm sie entsprechend mit. „Ich war schon ein bisschen enttäuscht, fast ein bisschen wütend, dass plötzlich keiner mehr Elfmeter schießen wollte“, erinnerte sie sich. „Der arme Jonathan Tah (verschoss den letzten deutschen Elfmeter, Anm. d. Red.). Schwamm drüber, wir haben ja jetzt Hoffnung.“ (mbo)