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Gerade mal zwölf Sekunden dauerte es, bis es im Derby in der Süper Lig zwischen Meister Galatasaray und Fenerbahce zum ersten Mal knallte.
Fenerbahce spielte die Kugel aus dem Mittelkreis zu Torhüter Ederson zurück, der einen langen Schlag nach vorne machte. Dort kämpften nach zwölf Sekunden Gala-Verteidiger Abdülkerim Bardakci und Fener-Stürmer Romelu Lukaku um die Kugel, wobei der Abwehrspieler den Arm des Belgiers einklemmte, dann aber selbst zu Boden ging. Lukaku zeigte ihm mit einem ausgestreckten Zeigefinger, was er von der Aktion hielt - und es folgte sofort eine Rudelbildung, die auch der auf das Spielfeld geeilte Schiedsrichter-Assistent nicht unterbinden konnte.
Nach beiderseitigem Geschubse und Gezerre zahlreicher Spieler beider Teams beruhigte sich die Situation wieder einigermaßen, auch wenn Lukaku noch einmal wüste Beleidigungen in Richtung seines Kontrahenten ausstieß. Der Schiedsrichter bat Bardakci und Lukaku schließlich zu sich, um das Ganze noch einmal zu klären.
Anschließend spielte Lukaku zunächst keine große Rolle mehr im Derby. Stattdessen war es sein Gala-Gegenüber Victor Osimhen, das die Schlagzeilen machte: Der Nigerianer erzielte schon vor der Pause einen Doppelpack zur hochverdienten 2:0-Führung von Cim Bom (29., 44.). Fenerbahce brachte in der ersten Stunde nur einen einzigen Torschuss zustande. Für die gefährlichste Szene der Gäste sorgte mit Davinson Sanchez ein Gala-Spieler, der eine Klärungsaktion an den eigenen Pfosten lenkte.
Durch einen Derbyerfolg gegen den Erzrivalen würde Titelverteidiger Gala in der Süper Lig die Tabellenführung behaupten, während Fenerbahce als Fünfter bereits sechs Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter hätte. In den vergangenen Wochen ging für Fenerbahce bereits in der Champions League einiges schief: Am zweiten Spieltag ging das Team bei Aston Villa mit 0:6 unter - und in der letzten Woche wurde im Heimauftritt gegen Slavia Prag beim 2:2 eine 2:0-Führung verspielt. Dadurch geriet die Position von Trainer Ismail Kartal stark unter Druck.