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Nach unruhigen Wochen und ersten "Wagner raus"-Rufen hat der 1. FC Köln für einen Befreiungsschlag gesorgt: Der 5:0-Sieg im DFB-Pokal gegen Union Berlin dürfte erstmal den ganz großen Druck vom Kessel genommen haben.
Der Erfolg gegen die Eisernen sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass der Effzeh noch viel Arbeit vor sich hat. Zumal Union am Dienstagabend derart schwach unterwegs war, dass man den Sieg auf Kölner Seite nicht zu hoch einordnen sollte.
Das wissen aber auch die Verantwortlichen, denn laut Angaben der Sport Bild bastelt Sportchef Thomas Kessler längst daran, den Kader der Geißböcke im Winter weiter aufzurüsten. Konkret soll es drei Aufträge an den 40-Jährigen geben.
Klar ist, dass unbedingt ein neuer Torjäger kommen soll. Thijs Dallinga, der nach seiner Leihe offenbar nicht fest verpflichtet wird, fällt mit einem Kreuzbandriss bis Saisonende aus; zudem hat Ragnar Ache mit muskulären Problemen zu kämpfen, weshalb zuletzt Marius Bülter als Neuner aushelfen musste.
Ein Kandidat für den 1. FC Köln ist Lukas Nmecha, aber Kessler und Co. nehmen offenbar auch andere Stürmer aus der Premier League ins Visier. Dort ist die Hoffnung am größten, im Winter eine Soforthilfe per Leihe zu bekommen, weil die Qualitätsdichte in der Liga so hoch ist und einige gute Angreifer deshalb zu wenig Spielzeit erhalten.
Neben einem Stürmer soll auch ein Ersatz für Ellyes Skhiri her. Der Tunesier hat sich eine schwere Bänderverletzung zugezogen und wird erst im neuen Jahr wieder verfügbar sein. Da offen ist, wann genau und in welcher Verfassung der 31-Jährige zurückkommt, möchten die Kölner lieber auf Nummer sicher gehen und eine weitere Mittelfeldoption dazuholen.
Und dann ist da noch Rav van den Berg, der 2025 für immerhin acht Millionen Euro verpflichtet worden war. Der Innenverteidiger hatte jedoch reichlich Verletzungspech und ist überhaupt kein Faktor für den Geißbock-Klub geworden. Zuletzt öffnete Kessler bereits die Tür für einen Winterabgang (90min berichtete).
Nur: Wenn van den Berg den Verein verlässt, muss natürlich Ersatz für das Abwehrzentrum her. Macht mindestens drei Neuzugänge, die beim 1. FC Köln im Winter notwendig werden.
Sollten weitere unzufriedene Spieler, wie zum Beispiel Luca Waldschmidt, auf einen Wechsel pochen, könnte es unter Umständen sogar noch mehr Aktivitäten geben. Kessler ist jedoch für alle Eventualitäten vorbereitet: "Mein Anspruch ist es, jeden Tag den bestmöglichen Job für den 1. FC Köln zu machen und alles dafür zu tun, dass wir als Verein erfolgreich sind."