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Mit 30 Millionen Euro Ablöse der teuerste Sommerneuzugang von Borussia Dortmund – aber auch der echte Königstransfer? Steht Karetsas auf dem Platz, lässt er sein großes Potenzial oft aufblitzen. Der Einfluss könnte allerdings noch größer sein, bislang steht erst eine Vorlage zu Buche.
Zur Wahrheit gehört jedoch auch: Das spielfreudige Offensivjuwel ist in seinen ersten Monaten etwas vom Pech verfolgt, erst musste der 18-Jährige wegen Kreislaufproblemen aussetzen, aktuell fehlt er aufgrund einer Sprunggelenksverletzung.
Für Karetsas‘ griechischen Landsmann lief das Bundesliga-Debüt ganz bitter: Konstantelias zeigte beim 2:0 gegen den Hamburger SV Ende August direkt seine Klasse und erzielte einen Treffer, zog sich im selben Spiel aber einen Kreuzbandriss zu. Der Spielmacher, für rund 26 Millionen von PAOK Saloniki gekommen, wird somit noch monatelang ausfallen. Aufgrund der wenigen Einsatzminuten erhält der 23-Jährige keine Note.
Für den Mittelfeldstrategen überwies der BVB 22 Millionen an die PSV Eindhoven. Der 27-Jährige hat an der Strobelallee schnell Fuß gefasst, insbesondere in den Champions League-Partien unterstrich Veerman, dass er das Dortmunder Spiel aus dem Zentrum heraus leiten kann. Der Lohn für die guten Leistungen erfolgte Ende September, als der Niederländer (20 Länderspiele) erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder für die Elftal auflaufen durfte.
Das Innenverteidiger-Talent ist der Neuzugang, der bislang am meisten zu überzeugen weiß. Gadou erweist sich trotz seiner erst 19 Jahre als Soforthilfe, in der Bundesliga stand der für rund 20 Millionen von RB Salzburg geholte Franzose immer in der Startelf. Der 1,95 Meter große Rechtsfuß besticht mit seiner Physis und Geschwindigkeit, hat mit dem Ball am Fuß aber definitiv noch Luft nach oben.
Knapp sieben Millionen ließ sich der BVB die Dienste des brasilianischen Linksverteidigers kosten. Prates ist allerdings eher ein Versprechen für die Zukunft. Sein Debüt in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League durfte der 18-Jährige immerhin schon feiern, für eine Note reichen die 46 Einsatzminuten jedoch nicht.
Der offensive Mittelfeldspieler kann bis dato sogar noch keine Minute für die BVB-Profis vorweisen. In der Vorbereitung konnte sich Lerma nicht durchsetzen, physische Defizite und eine Muskelverletzung bremsen ihn derzeit aus. Im Sommer verzichtete Dortmund bewusst auf eine Leihe des 18-jährigen Ecuadorianers – ein Fehler?
Am Deadline Day wurde das englische Offensivtalent als Ersatz für Konstantelias auf Leihbasis vom FC Arsenal verpflichtet. Der Flügelstürmer spielt regelmäßig und ist bemüht, gibt vor dem gegnerischen Tor aber oft eine unglückliche Figur ab. In acht Einsätzen gelang Nwaneri erst eine Vorlage. Damit die Leihe am Ende als erfolgreiches Gastspiel bezeichnet werden kann, sollte der 19-Jährige noch mehr Einfluss nehmen.
Einige Dortmunder Neuzugänge konnten ihre Spuren im schwarz-gelben Trikot schon hinterlassen, andere können dagegen noch nicht konstant überzeugen. Bitter sind die schwere Knieverletzung von Konstantelias und die gesundheitlichen Probleme von Karetsas. Klar ist aber: Die Früchte des ersten Transferfensters unter dem neuen Sportdirektor Ole Book wird der BVB vor allem in der Zukunft ernten. Ein weiterer Rechtsverteidiger hätte dem Kader gutgetan.