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Jahn Regensburg hat den erhofften Befreiungsschlag im Tabellenkeller der 3. Liga verpasst. Beim Flutlichtspiel im Stadion an der Hafenstraße unterlag der SSV den heimstarken Rot-Weissen aus Essen mit 0:1 und blieb trotz einer leichten Steigerung im zweiten Durchgang offensiv zu harmlos.
Die Ausgangslage war deutlich an diesem 11. Spieltag. Rot-Weiss Essen als Tabellen-Dritter und eines der stärksten Heimteams der Liga empfing den SSV Jahn Regensburg, der auf dem 18. Platz dringend einen Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller brauchte.
Eine zerfahrene Anfangsphase auf beiden Seiten dominierte dennoch das Heimteam. Ein Abschluss von Jaka Potočnik ging zunächst am Tor vorbei, doch nur wenig später traf Essen den Jahn ins Herz. Einen fatalen Fehlpass am eigenen Strafraum der Gäste schnappte sich Abiama, dessen Flanke auf den zweiten Pfosten segelte. Hannes Herrmann verschätzte sich, Lucas Brumme stand völlig frei und köpfte die verdiente Essener Führung zum 1:0 ein (15.).
Regensburg fand lange kaum Entlastung, Essen kam auf 62 Prozent Ballbesitz und ein klares Chancenplus. Erst kurz vor der Pause meldete sich der SSV im Strafraum der Gastgeber an: Yassin Boujellab setzte sich stark durch und bediente David Philipp, der sich den Ball im Sechzehner auf den linken Fuß legte und flach aufs lange Eck abschloss. Jakob Golz verhinderte den Ausgleich mit einer starken Parade (42.). So ging Essen mit einer hochverdienten 1:0-Führung in die Kabine.
Zur zweiten Halbzeit reagierte Jahn-Trainer Sascha Hildmann und brachte für Innenverteidiger Leo Mätzler Stürmer Patrick Hobsch, stellte von der Dreierkette auf ein 4-4-2 um (46.). Dennoch setzte zunächst wieder Essen die Akzente: Brumme prüfte Herrmann mit einem wuchtigen Distanzschuss, den der Jahn-Keeper im Zentrum des Tores mit einer unorthodoxen Parade abwehrte (47.). Rot-Weiss blieb die zielstrebigere Mannschaft, ließ aber wie schon vor der Pause weitere Chancen liegen.
In der Schlussphase wurde Regensburg etwas mutiger, kam häufiger bis an den Essener Strafraum. Abschlüsse blieben jedoch Mangelware, Jahn konnte die Unsicherheiten der Gastgeber, die nun ungenauer agierten und Kontergelegenheiten liegen ließen, nicht nutzen. Die beste Chance des SSV hatte Lucas Hermes. Hobsch legte auf Boujellab ab, der den mitgelaufenen Hermes bediente. Aus spitzem Winkel zimmerte dieser den Ball allerdings übers Tor (80.).
Für Jahn Regensburg bedeutet die knappe Niederlage, dass der erhoffte Befreiungsschlag im Tabellenkeller ausbleibt. Der SSV wartet auswärts seit dem furiosen 5:2-Auftaktsieg bei Viktoria Köln weiter auf einen Dreier, zudem riss die Serie von drei Auswärtsremis in Folge. Rot-Weiss Essen festigt dagegen seine Position in der Spitzengruppe und bleibt an der heimischen Hafenstraße weiter ungeschlagen.