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Zwei späte Tore retten Remis
Buchbach – „Für Buchbach fühlt sich das heute wie ein Sieg an, für uns wie eine Niederlage“, fasste Burghausens Trainer Matthias Ostrzolek die Gemütslage nach dem 3:3 im Inn/Salzach-Derby zusammen. Wacker kontrollierte am Freitag über weite Strecken die Partie des 16. Spieltags der Fußball-Regionalliga Bayern, führte 2:0 und 3:1, musste sich aber am Ende nach einer irren Buchbacher Aufholjagd mit einem Punkt zufriedengeben.
Für Wacker war es die vierte Partie ohne Sieg, der Tabellenzweite Buchbach wartet nun schon seit sechs Runden auf einen Dreier, darf sich aber als der moralische Sieger fühlen, nachdem Tobias Stoßberger erst in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 3:3 getroffen hatte. „Glückwunsch an die Jungs, die in dieser schwierigen Phase extrem viel Moral gezeigt haben. Das Spiel war für uns heute einfach unfassbar wichtig, vor allem, dass wir da mit einem guten Gefühl rausgehen können“, so Buchbachs Trainer Sven Zurawka. „Großes Kompliment für die Leistung an meine Mannschaft, aber dass wir hier nach so einem Spiel noch drei Gegentore kassieren, ist am Ende vom Ergebnis her für uns sehr enttäuschend“, ärgerte sich derweil Ostrzolek.
Der Unterhaltungswert für die 936 Zuschauer in der SMR-Arena war groß. Wacker dominierte die ersten 45 Minuten, ließ aber Durchschlagskraft vermissen. Buchbach konnte meist nur reagieren und hatte alle Hände voll zu tun, um die Angriffslust der Gäste, die eindeutig frischer und aggressiver wirkten, einzudämmen. Drei Minuten vor der Pause belohnten sich die Gäste für ihr Bemühen, als Adrian Hofherr nach einer Ecke von Noah Wagner den Ball im Getümmel über die Linie köpfte.
Aus der Pause kam Buchbach wacher zurück, musste aber in der 51. Minute den nächsten Gegentreffer schlucken: Im Anschluss an einen Einwurf wehrte man die Kugel direkt vor die Füße von Moritz Bangerter ab, der aus zehn Metern per Dropkick unter die Latte traf – da schien der Drops schon gelutscht, zumal Buchbach auch in der Folge nicht richtig zwingend wurde.
Bezeichnend, dass auch der Anschlusstreffer des Tabellenzweiten nach einem Standard fiel: Der kurz zuvor eingewechselte Leo Kainz köpfte nach einer kurzen Ecke und Flanke von Albano Gashi in der 71. Minute zum 1:2 ein, geriet aber dann in der 83. Minute fast zum tragischen Helden der Partie, als er im Aufbau Marc Sodji anschoss, der im Anschluss freie Bahn hatte und Ludwig Zech zum dritten Mal überwand. Ausgerechnet Kainz war es dann aber, der in der 85. Minute nach Flanke von Daníel Muteba per Kopf den Doppelpack schnürte. „Das spricht schon für die Moral des Jungen, dass er nach so einem Fehler noch das zweite Tor macht“, lobt Zurawka den 20-jährigen Innenverteidiger. Wacker verlor in der Schlussphase den Faden, der bis dato glücklose und gut abgeschirmte Stoßberger bestrafte das.