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Beim Stand von 5:5 verursacht der Innenverteidiger in der Nachspielzeit einen Elfmeter und fliegt vom Platz. Er zweifelt die Entscheidung des Schiedsrichters an.
Hamm – So richtig wusste Florian Schlottmann nicht, wie er die turbulente 5:6-Niederlage seines TuS Germania Lohauserholz in der Fußball-Bezirksliga beim SSV Mühlhausen-Uelzen einordnen sollte. Der Hölzken-Innenverteidiger avancierte zur tragischen Figur, als er in der Nachspielzeit beim Stand von 5:5 einen Elfmeter verursachte und mit Rot vom Platz flog. „Aus meiner Sicht ist das eine katastrophale Entscheidung vom Schiedsrichter“, sagt Schlottmann mit Blick auf die spielentscheidende Szene. Nach einem langen Ball habe er sich mit einem Angreifer der Gastgeber Schulter an Schulter ein Laufduell geliefert. Im Strafraum ging der Mühlhausener zu Fall, was Schiedsrichter Tim Szymczak zum Anlass nahm, auf den Punkt zu zeigen und den Innenverteidiger wegen einer Notbremse auch noch vom Platz zustellen.
„Ich bin nach dem Spiel nochmal zu ihm (Anm. d. Red.: zum Schiedsrichter) gegangen und er hat mir erklärt, dass meine Aktion nicht ballorientiert gewesen ist“, wundert sich der Verteidiger über dessen Entscheidung. Nach eigener Wahrnehmung habe nicht einmal ein Foulspiel vorgelegen. SSV-Akteur Marcel Friede verwandelte den Strafstoß zum umjubelten Siegtreffer für die Gastgeber.
Anschließend seien Spieler der Gastgeber provokativ in Richtung Hölzken-Bank gelaufen. „Dann sind natürlich die Emotionen hochgekocht“, erklärt Schlottmann. In einem anschließenden Wortgefecht zwischen dem bereits ausgewechselten TuS-Stürmer Serkan Adas und einem Mühlhausener zeigte der Unparteiische auch Adas die Rote Karte. „Es wurde ein bisschen was gesagt, aber er wollte die Situation nur schlichten“, schildert Schlottmann die Szene aus seiner Sicht, betont aber zugleich: „Eine Beleidigung oder Ähnliches ist nicht gefallen.“
Die beiden aus Hölzken-Sicht zumindest einmal diskutablen Platzverweise reihten sich in eine Spielleitung ein, die in der Schlussphase von „mehreren fragwürdigen Entscheidungen“ (Schlottmann) geprägt gewesen sei.
Wie lange der Verteidiger gesperrt fehlen wird, ist noch unklar. „Wir haben noch wichtige Spiele bis zum Winter“, hofft Schlottmann, zeitnah zurückzukehren. Zusätzlich zur Sperre ärgert er sich, dass die Partie nach einem 0:3-Rückstand und einer zwischenzeitlichen 5:3-Führung noch aus der Hand gegeben wurde. „Das war wieder ein typisches Hölzken-Spiel“, fasst er zusammen und verzweifelt etwas daran, dass die Mannschaft es nicht schafft, ein ganzes Spiel konstant gute Leistung zu bringen. In den kommenden Partien wird Schlottmann darauf keinen Einfluss haben können.