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Hannover bejubelt Befreiungsschlag – neues Schlusslicht
Sandro Wagner kann vorerst aufatmen, sein Team gewinnt ein wildes Kellerduell. Nürnberg zieht unterdessen im Aufstiegsrennen nach.
Hannover 96 hat sich im Rahmen des zehnten Spieltags der 2. Bundesliga gegen Tabellennachbar Dynamo Dresden mit 2:1 (0:1) durchgesetzt. Husseyn Chakroun (54. Minute) und Marcel Hartel per Elfmeter (61.) drehten die Partie zugunsten der Gastgeber, nachdem Nicolai Rapp (11.) die Sachsen früh in Führung gebracht hatte. Nach einer Gelb-Roten Karte für Florian Müller (65.) spielte Dynamo in Unterzahl. Hannover springt durch den Sieg auf den zwölften Rang, Dynamo Dresden ist neues Schlusslicht.
Einen wichtigen Sieg fuhr auch der 1. FC Nürnberg ein. Ein Eigentor von Eric Smith (7.) sowie Tore von Sigurd Haugen (71.) und Marc Kornwachs Barjuan (90.) ebneten dem Team von Miroslav Klose den Weg zu einem 3:1-(1:0)-Sieg beim FC St. Pauli. Die Nürnberger eroberten damit den zweiten Platz zurück, den sich am Vortag der VfL Wolfsburg geschnappt hatte. St. Pauli, für das Abdoulie Ceesay (58.) den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte, rutscht auf den achten Rang ab.
Im dritten Spiel des Tages setzte sich die SpVgg Greuther Fürth mit 1:0 (0:0) gegen Holstein Kiel durch. Aaron Keller erzielte den entscheidenden Treffer erst in der Schlussphase (87.). Fürth klettert auf den neunten Platz, Kiel ist nun Vorletzter.
Am Samstag hatte Hannover die Trennung von Boldt bekannt gegeben. Der Sport-Geschäftsführer war nur fünf Monate im Amt. Der 44-Jährige hatte Jörg Schmadtke beerbt und für drei Jahre unterschrieben. Nach einem Fehlstart in die Saison hatte Hannover Trainer Christian Titz entlassen und Wagner als Nachfolger engagiert. "Es ist immer scheiße, wenn jemand aus der Gruppe gehen muss", kommentierte Wagner kurz vor dem Anpfiff bei Sky das Boldt-Aus: "Ich bin ein Kämpfer und habe Bock, mit den Jungs zu arbeiten. Es geht in dieser Saison nur darum, in ruhige Fahrwasser zu kommen." Klub-Patron Martin Kind habe ihm das Vertrauen ausgesprochen, erklärte der Coach.
Gegen Dresden wurde Wagners Team früh geschockt. Die Gäste gingen als Folge einer guten Anfangsphase in Führung. Nach einer halben Stunde hatten die 96-Fans immer noch keine Chance ihrer verunsichert wirkenden Mannschaft gesehen. Erst am Ende der ersten Hälfte wurde Hannover etwas besser.