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Jorge Martin wirft das MotoGP-Handtuch! Malaysia-GP frühzeitig beendet
Jorge Martins irrer Comeback-Versuch im Malaysia-Grand-Prix scheiterte, Foto: Motorsport-Magazin.com / IMAGO

Es war eine beinahe aussichtslose Mission, die Jorge Martin am MotoGP-Wochenende in Sepang versuchte. Am vergangenen Samstag hatte er sich bei einem Sprint-Crash auf Phillip Island das rechte Handgelenk gebrochen. Ohne Operation, ausgerüstet nur mit einem Verband und einer kräftigen Dosis Schmerzmittel sowie Entzündungshemmern nahm er den Grand Prix von Malaysia in Angriff.

Jorge Martins Malaysia-GP endet schon vor Qualifying

Nach einem ermutigenden FP1 musste Martin am Freitag bereits das Nachmittagstraining nach drei Runden beenden. Er zog sich zur Erholung zurück und griff am Samstagmorgen im 2. Freien Training erneut ins Geschehen sein. Es sollte aber seine letzte Session an diesem Wochenende sein: Martin drehte acht Runden, landete mit über 1,8 Sekunden aber auf dem letzten Platz der Zeitenliste. Der Aprilia-Star verließ die Box, wenig später folgte die Mitteilung seines Arbeitgebers: "Jorge Martin wird auf die weitere Teilnahme am Malaysia-GP verzichten, um seine Genesung nach der Verletzung fortzusetzen."

Aprilias Team-Manager Paolo Bonora erklärte anschließend die Entscheidung: "Wir haben zusammen mit den Ärzten beschlossen, das Wochenende nicht fortzusetzen. Jorges Gefühl auf dem Motorrad war besser als am Freitag, aber er konnte in den Bremszonen nicht die nötige Kraft aufbringen. Deshalb sind wir zum Entschluss gegeben, dass es besser ist aufzugeben und den vollen Fokus auf den Katar-Grand-Prix zu richten."

Jorge Martin muss einsehen: Sepang kam zu früh

Gut eine Stunde nach seinem Rückzug trat Martin im Media Center des Sepang International Circuit vor die MotoGP-Presse. "Ich habe mein Bestes gegeben, aber die Verletzung ist immer noch frisch. Die Heilung schreitet wirklich schnell voran, aber es war noch nicht genug, um wirklich effizient fahren zu können", erklärte der 'Martinator'. "Schon nach einer Runde habe ich starke Schmerzen bekommen und konnte nicht mehr konstant sein. Deshalb haben wir beschlossen, aufzugeben. Für uns gibt es hier nichts zu gewinnen. Selbst ein Punkt wäre sehr schwierig geworden und wenn ich noch einmal gestürzt wäre, hätte das eine noch schwerere Verletzung bedeuten können. Bei 20 Rennrunden hätte sich mein Zustand ohnehin verschlechtert. Dieses Rennen ist für mich einfach zu früh gekommen. Das ist frustrierend und enttäuschend, aber leider Teil unseres Sports."

Jorge Martin im Training der MotoGP in Malaysia.
Jorge Martin hatte seine Aprilia an diesem Wochenende nie völlig unter Kontrolle, Foto: marchiodifabbrica

Martin wird sich noch am Samstag von Malaysia aus zurück nach Spanien begeben, um dort bereits beginnend mit Sonntag bestmöglich an seiner Genesung zu arbeiten. "Wir werden jeden Tag überprüfen, wie sich seine Situation entwickelt", erklärt Team-Manager Bonora. "Das Ziel ist es, Jorge in Katar in einem besseren Zustand zurück zu haben." Das unterstreicht auch Martin selbst: "Mein Ziel ist es, in Katar zu fahren. Ich werde auf jeden Fall nach Doha reisen. Der Arm hat sich in der vergangenen Woche schon massiv gebessert. In einer weiteren Woche werde ich mich sicher noch besser fühlen. Sollte sich mein Zustand nicht verbessern, muss ich eben auch dort aufgeben. Wenn meine Heilung weiterhin so gut verläuft, sollte ich in Katar aber bei rund 80 Prozent Fitness sein. Dann könnte ich auch auf jeden Fall in die Punkte fahren." Das Rennwochenende in der Wüste soll bereits kommende Woche (6. bis 8. November) über die Bühne gehen, auch wenn es aufgrund des schwelenden Nahostkonflikts weiterhin Zweifel rund um das Event gibt. Mehr dazu hier:

Seinen WM-Traum scheint Martin also nach wie vor nicht völlig aufgegeben zu haben. Sein großer Rivale Marc Marquez könnte ihn an diesem Wochenende in Sepang allerdings bereits in eine äußert schwierige Lage im Kampf um die Weltmeisterschaft bringen. Der Titelverteidiger sicherte sich im Qualifying den zweiten Startplatz, könnte also sowohl im Sprint als auch im Grand Prix viele Punkte holen. Aktuell liegt Marquez in der MotoGP-Fahrerwertung zehn Punkte vor Martin. "Eigentlich ist diese Weltmeisterschaft für mich verloren", weiß auch er. "Aber vielleicht kann ich den Titel noch holen. Ich werde auf jeden Fall bis zum Ende kämpfen. So lange es mathematisch möglich ist, werde ich daran glauben."

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