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Fery ärgert sich über die Wartezeit vor dem Khachanov-Match
© BritishTennisUp/X/Fair Use

Arthur Fery stört sich an einer Lücke zwischen dem offiziellen Aufruf zum Match und dem tatsächlichen Gang auf den Platz. Der Brite schilderte eine Wartezeit vor seinem Duell mit Karen Khachanov in Shanghai, die aus seiner Sicht die Wirkung des vorherigen Aufwärmens deutlich verringerte.

Im Changeover Podcast ging es zunächst um Alexander Zverevs Zeitgefühl. Fery bestätigte dessen Ruf als häufiger Nachzügler, machte jedoch eine wichtige Einschränkung: Vor ihrem Wimbledon-Halbfinale habe Zverev ihn nicht besonders lange warten lassen. Sein konkreter Ärger richtete sich auf den Ablauf in Shanghai.

Eine klare Uhrzeit traf auf einen unklaren Ablauf

Fery zufolge war ihm eine genaue Uhrzeit für den Treffpunkt an den Fahrzeugen genannt worden, die die Spieler zum Court bringen. Er erschien pünktlich, musste dann aber auf Khachanov warten. Bis zur Ankunft auf dem Platz seien seit dem Aufwärmen insgesamt zehn bis fünfzehn Minuten vergangen.

„Ich habe sechs Minuten gewartet, bis Khachanov aufgetaucht ist, also war mein Aufwärmen praktisch umsonst“, sagte Fery. Die Formulierung macht deutlich, dass ihn nicht nur eine Frage der Höflichkeit beschäftigte. Er hatte seine Vorbereitung auf einen Ablauf ausgerichtet, der sich anschließend anders entwickelte als angekündigt.

Planbarkeit ist Teil der Matchvorbereitung

Für einen Spieler ist der Übergang vom Aufwärmen zum Wettkampf ein bewusst gestalteter Abschnitt. Wenn sich der Beginn verschiebt, muss er entscheiden, ob er weiter in Bewegung bleibt, erneut aktiviert oder zunächst wartet. Ferys Kritik zielt auf diese fehlende Berechenbarkeit vor dem eigentlichen sportlichen Vergleich.

Er beschrieb außerdem, dass ein Matchaufruf bei großen Turnieren oft weniger unmittelbare Eile bedeute, als ein Spieler zunächst annehme. Wer mit drei Minuten rechne, könne tatsächlich deutlich mehr Zeit haben. Zwischen dem kommunizierten Zeitpunkt und der gelebten Praxis entsteht damit ein Unterschied, auf den man sich erst einstellen muss.

Die Beschwerde bleibt auf den Ablauf gerichtet

Fery stellte den Vorfall nicht als Erklärung für jede Niederlage dar. Auch seine Antwort zu Zverev war differenziert: Eine allgemeine Einschätzung der Pünktlichkeit und die konkrete Erinnerung an Wimbledon fielen nicht identisch aus. Dadurch bleibt die Kritik präziser als ein pauschaler Vorwurf an mehrere Gegner.

Für Turnierveranstalter liegt die praktische Frage in einer verlässlichen Abstimmung zwischen Aufruf, Treffpunkt und Platzbetreten. Ferys Beispiel zeigt, wie stark sich die Vorbereitung an diesen Abläufen orientiert. Pünktlichkeit hilft dabei wenig, wenn ein Spieler anschließend warten muss und nicht weiß, wann es weitergeht. Sein Ärger gilt dieser verlorenen Planbarkeit unmittelbar vor dem sportlichen Wettkampf.

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