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Patzer von HSV-Keeper Heuer Fernandes bringt Frankfurt auf Siegerstraße

Frankfurt am Main - Fünf Tage nachdem Eintracht Frankfurt den HSV aus dem Pokal werfen konnte, haben die Adlerträger in der Bundesliga ebenfalls mit 3:1 die Oberhand behalten - auch dank eines Patzers von Daniel Heuer Fernandes.

HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (l.) brachte Eintracht Frankfurt mit seinem Fehler vor dem 1:2 zu Beginn der zweiten Halbzeit auf die Siegerstraße.
HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes (l.) brachte Eintracht Frankfurt mit seinem Fehler vor dem 1:2 zu Beginn der zweiten Halbzeit auf die Siegerstraße.  © KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP

Der Schlussmann der Gäste aus Norddeutschland leistete sich den folgenschweren Fehler nach einer Ecke von der rechten Seite. Heuer Fernandes ließ einen Kopfball von Lilian Brassier völlig unbedrängt nach vorne prallen. Raphael Onyedika nahm diese Einladung zum 2:1 nach Wiederanpfiff in Minute 46 dankend an. Brassier dürfte durchgeatmet haben.

Der Abwehrspieler war es nämlich, der den HSV knapp eine halbe Stunde zuvor nach einem frühen Rückstand wieder ins Spiel zurückgebracht hatte.

Eine eigentlich harmlose Flanke von Miro Muheim aus dem linken Halbfeld war am Fünfer vor dem Franzosen aufgesprungen. Brassier konnte den undankbaren, jedoch keinesfalls unklärbaren Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen. Stattdessen landete das Leder bei Albert Grönbaek. Dieser legte auf Terem Moffi ab, der zum 1:1 (14. Minute) traf.

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Die Defensive der Hessen hatte sich dadurch in Windeseile einen bis dato überzeugenden Auftakt selbst zunichtegemacht.

Nach einem überragenden Pass in die Schnittstelle von Can Uzun hatte Farès Chaïbi vier Minuten vor dem Ausgleich vom linken Fünfereck das Auge und in die Mitte quergelegt. Younes Ebnoutalib wäre einschussbereit gewesen, HSV-Abwehrspieler Warmed Omari war mit dem Fuß aber vor dem Angreifer am Ball - und drückte diesen somit zum 0:1 über die eigene Linie.

Tröstend aus Sicht des unglücklichen Defensivakteurs der Hamburger: Drin wäre das Leder so oder so gewesen.

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Younes Ebnoutalib (l.) freute sich nach der 1:0-Führung zu Beginn von Halbzeit eins, auch wenn er nicht mehr am Ball war.
Younes Ebnoutalib (l.) freute sich nach der 1:0-Führung zu Beginn von Halbzeit eins, auch wenn er nicht mehr am Ball war.  © Florian Wiegand/dpa
Terem Moffi lieferte mit seinem Treffer zum 1:1 aus Sicht des HSV zügig die passende Antwort - auch dank Lilian Brassier (r.).
Terem Moffi lieferte mit seinem Treffer zum 1:1 aus Sicht des HSV zügig die passende Antwort - auch dank Lilian Brassier (r.).  © Jennifer Brückner/dpa

Younes Ebnoutalib bringt Eintracht Frankfurt gegen den HSV endgültig auf Kurs und trifft zum Endstand

Ohne Treffer endete der Arbeitstag von Younes Ebnoutalib (r.) nicht: In Halbzeit zwei ließ es der Stürmer der Frankfurter dann auch selbst krachen.
Ohne Treffer endete der Arbeitstag von Younes Ebnoutalib (r.) nicht: In Halbzeit zwei ließ es der Stürmer der Frankfurter dann auch selbst krachen.  © Florian Wiegand/dpa

Nach dem Dämpfer für die Hessen hatte sich der Rest der ersten Hälfte zwischen den Sechzehnern der Mannschaften abgespielt. Echte hochkarätige Möglichkeiten bekamen die Fans nicht zu sehen.

Der zweite Spielabschnitt war vor allem nach dem Bock von Heuer Fernandes aber glücklicherweise deutlich unterhaltsamer. Ein Tor von Farès Chaïbi wurde von Schiedsrichter Florian Exner aufgrund einer Abseitsstellung zwar noch aberkannt (62.), kurz darauf war die SGE aber endgültig auf Kurs.

Nach einer Balleroberung von Uzun im Mittelfeld brachte er das Leder zu Ebnoutalib, der mit einem Linksschuss Heuer Fernandes keine Chance ließ.

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Das 3:1 in der 69. Minute war schlussendlich auch der Endstand. Die Truppe von Adi Hütter hatte im Anschluss zwar noch richtig Lust zu zocken, konnte allerdings trotz weiterer guter Torchancen keinen Treffer mehr nachlegen.

Angesichts des wichtigen Dreiers und einem damit verbundenen Sprung aus dem unteren Tabellendrittel dürfte das aus Sicht der Fans aber wohl durchaus zu verschmerzen gewesen sein. Für die Eintracht geht es am nächsten Samstag beim SC Paderborn (15.30 Uhr) weiter. Der HSV empfängt am Freitagabend Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr).

Eintracht-Trainer Adi Hütter dürfte mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein, aber auch Luft nach oben gesehen haben.
Eintracht-Trainer Adi Hütter dürfte mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein, aber auch Luft nach oben gesehen haben.  © Florian Wiegand/dpa
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Statistik zum Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Hamburger SV

Bundesliga, 8. Spieltag

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 3:1 (1:1)

Eintracht Frankfurt: Atubolu - Baum, Koch, Brassier, Kosugi (46. Knauff) - Onyedika, Aseko (90. Götze), Doan, Uzun (90.+3 Ilicevic), Chaibi - Ebnoutalib (74. Burkardt)

Hamburger SV: Heuer Fernandes - Nandja, Torunarigha, Omari - Möller Wolfe, Sambi Lokonga (80. Amoako), Muheim, Lemke (63. El Ouahdi), Adeline (80. Rössing-Lelesiit), Grönbaek (88. Stange) - Moffi (63. Daka)

Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)

Zuschauer: 60.100 (ausverkauft)

Tor: 1:0 Omari (10. Minute, Eigentor), 1:1 Moffi (14.), 2:1 Onyedika (47.), 3:1 Ebnoutalib (69.)

Gelbe Karten: Baum (2), Hütter (1), Koch (1) / Nandja (3), Adeline (1), Omari (2), Stange (2)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 8 27:8 18
2 Borussia Dortmund 8 14:6 18
3 SC Freiburg 8 18:10 16
4 RB Leipzig 8 22:11 15
5 SV Werder Bremen 8 17:14 15
6 Bayer 04 Leverkusen 8 18:16 13
7 SV 07 Elversberg 8 16:16 13
8 Eintracht Frankfurt 8 13:18 11
9 1. FSV Mainz 05 8 17:17 10
10 FC Augsburg 8 18:15 9
11 VfB Stuttgart 8 14:15 9
12 TSG 1899 Hoffenheim 8 14:16 9
13 1. FC Köln 8 9:12 9
14 SC Paderborn 07 8 6:9 9
15 Hamburger SV 8 7:19 9
16 1. FC Union Berlin 8 7:19 7
17 FC Schalke 04 8 4:9 6
18 Borussia Mönchengladbach 8 11:22 4

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.