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Die Heimkrise des FC Bayern Basketball hält auch gegen den FC Barcelona an. Mit nur zwei Siegen aus acht Spielen rücken die Playoffplätze in weite Ferne.
Aus München berichtet Julian Buhl
Die Heimmisere des FC Bayern Basketball in der EuroLeague verschärft sich weiter. Der FCBB musste sich auch dem spanischen Topklub FC Barcelona mit 84:88 geschlagen geben. Ein Debakel, wie sie es in der vergangenen Woche bei der 91:107-Niederlage gegen Dubai erlebten, blieb den Münchnern dieses Mal zwar erspart.
Dennoch kassierten die Bayern im vierten EuroLeague-Heimspiel in dieser Saison die vierte Niederlage. Mit nur zwei Siegen in acht Begegnungen steckt der deutsche Vizemeister somit weiter im unteren Drittel der Tabelle auf Platz 17 fest. Die Playoffplätze, die die besten acht Teams belegen und eigentlich das erklärte Ziel der Bayern sind, rücken damit zunächst in weite Ferne.
Vor den Augen von Bayern-Präsident Herbert Hainer, der keine 24 Stunden nach der Ballon-d'Or-Gala in London, bei der Stürmer Harry Kane zum Weltfußballer gekrönt wurde, in Reihe eins am Spielfeldrand mitfieberte, entwickelte sich von Beginn an ein wahrer Basketballkrimi. Nachdem die Gäste das erste Viertel noch mit 21:17 für sich entscheiden konnten, gewannen die Bayern den zweiten Spielabschnitt mit 25:10. Und führten zur Pause somit mit einem Punkt (42:41).
Es blieb auch nach der Halbzeit eine spannende und extrem ausgeglichene Partie. Mit einem 61:64 ging es mit einem Rückstand von drei Punkten für die Bayern ins Schlussviertel. Dort konnte sich Barça seine Führung zunächst weiter ausbauen (73:67).
Beim Stand von 72:75 vergab ausgerechnet der ansonsten so treffsichere Vizekapitän Andreas Obst gleich zwei Freiwürfe. Der Dreierspezialist, der als solcher mit der deutschen Nationalmannschaft sowohl Weltmeister als auch Europameister wurde, verpasste es somit, die mögliche Wende für den FCBB damit einzuleiten.
Neben Obst (14 Punkte) waren Rokas Jakubaitis und Miles Norris (beide 17 Punkte) die Topscorer der Bayern, die ihr Team auch lange mit wichtigen Punkten im Spiel hielten. Am Ende reichte es aber dennoch nicht zum Sieg. Weil Barcelona in den Schlusssekunden die besseren Nerven zeigte. Und mit Kevin Punter (23 Punkte) auch den Topscorer der Partie in seinen Reihen hatte.