Zurück
Füllkrug trifft in Mainz doppelt und hält seine Serie am Leben. Forderungen nach einem DFB-Comeback dürften immer lauter werden.
Bremen – Zwei Foulelfmeter, zwei Treffer: Niclas Füllkrug hat Werder Bremen beim 3:2 in Mainz zum Sieg geschossen und steht damit bei acht Saisontoren. Somit traf Füllkrug im sechsten Ligaspiel nacheinander. Das gelang bei Werder zuvor nur Rudi Völler in der Saison 1982/83. Beim Thema deutsche Nationalmannschaft winkt der Stürmer jedoch ab.
„Ich spiele nicht für eine Nominierung. Ich spiele für Werder“, sagte Füllkrug nach der Partie in Mainz und schob nach: „Wirklich: Es interessiert mich einfach nicht.“ Aussagen, die sich in die seit seiner Werder-Rückkehr wiederholt getroffenen Liebesbekundungen einreihen. Diesmal enthalten sie aber auch eine Anti-Liebesbotschaft – in Richtung DFB.
Dabei ist die aktuelle Aussage nur ein weiteres von vielen in der Öffentlichkeit ausgetragenen Kapiteln um die Spekulationen, ob Füllkrug nun in die Nationalmannschaft zurückkehren soll oder nicht. Schon nach dem Unentschieden in Paderborn zeigte er sich genervt von der Diskussion, zu der sich – mittlerweile bestens bekannt – auch Bundestrainer Jürgen Klopp geäußert hat.
Am Rande der Champions-League-Partie zwischen dem FC Bayern und Arsenal lobte der DFB-Coach zwar die Torausbeute von Füllkrug, thematisierte aber auch dessen Alter. Ob das am Ende jedoch als eine Zu- oder Absage an Füllkrug zu werten ist, blieb offen. Und so gibt sich auch der Bomber von der Weser demonstrativ desinteressiert.
Im ZDF-Sportstudio zeigte er sogar Verständnis für eine mögliche Nicht-Berücksichtigung: „Wir haben in Deutschland eine neue Ära eingeläutet, wollen jung und dynamisch sein. Das verstehe ich, wenn das der Fall sein sollte. Und wenn nicht, können wir immer noch darauf reagieren.“ Wie sich Klopp entscheidet, wird man spätestens am 5. November wissen, denn bis dahin muss er seinen Kader für die kommenden Nations-League-Spiele benannt haben. (sch)