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Beim 1. FC Köln liegen die Nerven blank! Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den FC Schalke 04 entlädt sich der Frust der Fans. Im Mittelpunkt steht ausgerechnet Trainer René Wagner, der sich erstmals im eigenen Stadion heftige Kritik anhören musste.
Bislang machten viele Anhänger ihrem Ärger vor allem in den sozialen Netzwerken Luft. Doch nach der schwachen Vorstellung gegen den Aufsteiger ist die Unzufriedenheit nun auch auf den Rängen angekommen. Für den Trainer des 1. FC Köln wird die Luft zunehmend dünner.
📌 Kölns Lage in der Bundesliga
In der 68. Minute nahm das Unheil seinen Lauf. Wagner wechselte den enttäuschenden Mikey Moore aus. Der Engländer hatte vor allem in der ersten Halbzeit kaum überzeugen können. Während er den Platz verließ, ertönten von der Nordtribüne des 1. FC Köln plötzlich „Wagner raus“-Rufe.
Nach dem Schlusspfiff wurde es für den Trainer noch unangenehmer. Zunächst quittierten die Anhänger die Leistung der Mannschaft mit einem Pfeifkonzert. Anschließend wurden die Rufe nach Wagners Entlassung noch lauter. Diesmal beteiligten sich auch Fans auf der Westtribüne.
Die aktive Fanszene auf der Südtribüne hielt sich dagegen zurück. Wagner selbst reagierte nach der Partie auf die deutliche Kritik: „Die Erwartungshaltung hier im Stadion ist riesig. Es ist ein Privileg, hier arbeiten zu dürfen. Bei solchen Vereinen möchte man als Trainer arbeiten. Nichtsdestotrotz gehört es dazu.“
Rückendeckung bekam der 38-Jährige von Marius Bülter. Der Angreifer des 1. FC Köln zeigte wenig Verständnis für die Reaktion der Zuschauer. „Ich kann das nicht verstehen. Es ist emotional, da kommt so etwas zustande. Aber da müssen wir drüberstehen, müssen bei uns bleiben und das ausblenden.“
Sportchef Thomas Kessler äußerte sich zunächst nicht zur Situation. Nach der Pressekonferenz verschwand er zügig in den Stadionkatakomben. Dabei hatte Köln erst vor zwei Wochen das Derby gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:1 gewonnen. Doch dieser Erfolg scheint bei den Anhängern längst vergessen zu sein.
Nun warten zwei brisante Duelle mit Union Berlin. Am Dienstag geht es im DFB-Pokal gegen die Hauptstädter, am Sonntag darauf folgt das Ligaspiel. Für Wagner könnten beide Partien besonders wichtig werden. Immerhin blieb der 1. FC Köln gegen Schalke erstmals in dieser Saison ohne Gegentor. Angesichts der nur acht Punkte aus sieben Spielen dürfte das die enttäuschten Fans allerdings kaum beruhigen.