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Leipzigs Trainer saß einst an Messis Hochzeitstisch. Nach dem Abschied der Nummer 10 wird der Argentinier emotional – und erinnert sich an eine Szene aus dem WM-Halbfinale.
Martín Demichelis (45) hat eine gemeinsame Vergangenheit mit Lionel Messi (39). Der heutige Trainer von RB Leipzig gehörte in Argentiniens Nationalmannschaft zum engsten Kreis um den Superstar.
Auch privat verstanden sich die beiden Südamerikaner offenbar hervorragend. Als Messi heiratete, saß Demichelis mit am Tisch. Eine Verbindung, die der ehemalige Profi von River Plate, Bayern München, Malaga, Atletico Madrid, Manchester City und Espanyol bis heute pflegt.
Aufdringlich wollte der Argentinier nie werden. "Ich wollte Leo nie mit Nachrichten belästigen, weil ich mir vorstellen kann, dass er täglich Millionen davon bekommt", erklärte Demichelis gegenüber Marca. Nach dem WM-Halbfinale gegen England machte er eine Ausnahme und schrieb ihm doch.
Was ihn dazu bewegte, war ein Moment auf dem Platz. "Gib mir den Ball, gib mir den Ball, gib mir den Ball", habe Messi Rodrigo De Paul zugerufen – mit einem Blick, den Demichelis nicht mehr losließ. Die Überzeugung und der Ehrgeiz in diesem Alter hätten ihn beeindruckt. Er habe Messi gratuliert und gebeten, es ein letztes Mal zu genießen.
Beim Abschiedsspiel am 6. Oktober im Monumental war Demichelis nicht dabei. Beruflich ging es nicht. "Ich bin dankbar dafür, denn es bedeutet, dass ich bei einer großartigen Institution arbeite", sagte er der spanischen Sportzeitung.
Als Argentinier und früherer Mitspieler habe ihn trotzdem eine tiefe Nostalgie überkommen. "Er wird uns fehlen", so der 45-Jährige. Messi habe ein riesiges Vermächtnis hinterlassen, im Sport insgesamt und in Argentiniens Fußballgeschichte. Er sei dankbar, ein Zeitgenosse gewesen zu sein.