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Mit 32 Jahren kürte sich die US-Amerikanerin Paula Moltzan beim Auftakt in Sölden zur ältesten Premierensiegerin eines Weltcup-Rennens bei den Frauen.
Der berühmte Riecher im alpinen Ski-Weltcup bewahrheitet sich dann doch manchmal, das wurde auch beim Auftakt auf dem Rettenbachferner klar. Obwohl Paula Moltzan nach dem ersten Durchgang nur auf Rang fünf lag und 0,59 Sekunden Rückstand auf Landsfrau Mikaela Shiffrin hatte, war für ihren Ehemann Ryan Mooney klar: Heute ist es so weit! Und der US-Amerikaner sollte recht behalten. Mit 32 Jahren krönte sich Moltzan zur ältesten Premierensiegerin der Weltcup-Geschichte – und das vor 14.600 Fans im Zielstadion von Sölden. „Es fühlt sich einfach richtig an“, erklärte Moltzan, die auf dem Rettenbachferner schon oft starke Leistungen gezeigt hatte.
Ihr erster Erfolg im Weltcup überstrahlt natürlich alles. 24 Stunden vor dem Rennen war daran aber gar nicht zu denken, kämpfte sich Moltzan doch durch eine emotional schwierige Phase. „Ich hatte einen Meltdown, als ich zum Training gefahren bin“, verriet die Rennsiegerin. „Es gibt immer diese Selbstzweifel. Habe ich im Sommer richtig trainiert? Habe ich genug getan? Funktioniert alles einwandfrei? Ich glaube, dieser Druck war dieses Mal einfach ein bisschen größer, da eine ganze Skimarke hinter mir steht und ich die einzige Frau im Team bin.“ Dabei handelt es sich übrigens um Marcel Hirschers Skimarke Van Deer. Schon jetzt kann man sagen, dass dem Salzburger mit der Verpflichtung Moltzans ein wahrer Coup gelungen ist. Sie selbst war zu den besten Zeiten Hirschers „natürlich ein Fan“, das Herz schlug damals aber wortwörtlich für jemand anderen. „Ich hatte einen Crush für Ted Ligety, als ich jünger war“, gestand die Siegerin.
Mittlerweile ist sie aber mit ihrem Mann Ryan Mooney verheiratet. Der Lebensgefährte spielte nicht nur aufgrund seines richtigen Riechers eine wichtige Rolle beim Premierensieg. „Mein Mann hat mich hergebracht und wir haben dann über alles gesprochen. Er hat mir den Raum gegeben, um kurz etwas niedergeschlagen zu sein, hat dann aber auch gefragt, warum ich das eigentlich bin. Es sei in Ordnung, so zu fühlen, aber deshalb soll ich nicht an mir selbst zweifeln.“ Für das Paar geht es nach dem größten Weltcup-Erfolg, den die US-Amerikanerin vor Lara Colturi (+0,01 Sekunden) und Emma Aicher (+0,52) eingefahren hat, direkt in die Heimat. Ob eine große Party auf dem Programm steht? „Ich hatte noch keine Zeit zu planen, aber wir werden sicher Spaß haben.“