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Schwach angefangen, stark aufgehört, Spiel gedreht, Woche gekrönt: Der VfL Bochum hat mit einer Energieleistung und einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang das schwere Auswärtsspiel bei Energie Cottbus mit 2:1 (0:1) gewonnen. Dabei konnte sich Trainer Uwe Rösler bei seinem Einwechselspieler Christian Rasmussen bedanken, der zunächst ein Tor von Philipp Hofmann vorbereitete und kurz vor Schluss zum Sieg traf.
Dass die Partie in Cottbus die schwerste der Woche werden würde, damit rechnete VfL-Trainer Uwe Rösler bereits im Vorfeld. Und er sollte rechtbehalten. Den Bochumern war anzumerken, dass sie eine intensive Woche mit Spielen gegen Wolfsburg und Mainz hinter sich haben. Mehrere Ungenauigkeiten und Stockfehler machten es den Gästen schwer, ins Spiel zu finden. Allerdings taten sich auch die Hausherren von Trainer Claus-Dieter Wollitz schwer.
Erst nach 15 Minuten gab es die erste gefährliche Situation – die eigentlich den Treffer zur Folge hätte haben müssen. Doch Koji Miyoshi konnte bei seiner Startelf-Rückkehr eine starke Vorarbeit von Berkan Taz nicht aufs Tor bringen. Es blieb die einzige gute Gelegenheit im ersten Durchgang.
Die Cottbusser profitierten sechs Minuten später dann von einem der Bochumer Stockfehler. Philipp Hofmann versprang der Ball im Mittelfeld und Energie nutzte den Raum zum Umschalten. Ein langer Ball auf Lucas Copado hebelte die VfL-Defensive aus, Timo Horn kam heraus, spielte den Ball wohl nicht mehr, traf den Energie-Stürmer und Schiedsrichter Florian Lechner zeigte auf den Punkt. Tolcay Cigerci stand am Punkt, und verwandelte souverän zum 1:0. Der bittere Rückschlag für den VfL, nachdem der Punkt gegen Wolfsburg und vor allem das Weiterkommen im DFB-Pokal für einen Stimmungsumschwung gesorgt hatten.
Nachdem Horn einen Schuss von Justin Butler in der 37. Minute entschärfen konnte, lief im Spiel auf beiden Seiten nicht mehr viel zusammen. Bochum lag zur Pause in einem klassischen 0:0-Spiel hinten. Im zweiten Durchgang war plötzlich deutlich mehr Fahrt drin, wenngleich sich am Ergebnis zunächst nichts änderte. Dabei klingelte es in beiden Toren, aber zunächst stand Philipp Hofmann beim Zuspiel von Berkan Taz (53.) im Abseits. Kurz darauf zählte der Hammer von Butler (55.) nicht, genauso wenig wie Hofmanns zweiter vermeintlicher Treffer. Der eingewechselte Christian Rasmussen stand im Abseits.
Das Bemühen war Bochum nun nicht abzusprechen, der Ausgleich lag in der Luft – und fiel in der 70. Minute. Taz leitete die Aktion ein, sah Rasmussen auf links, der eine perfekte Flanke auf den kurzen Pfosten spielte, wo Hofmann den Ball über die Linie drückte. Der verdiente Treffer für die Bochumer, die nach den Einwechslungen von Rasmussen, Steuckers und Patino strukturierter spielten.
Kurz vor Schluss belohnte sich der VfL dafür und natürlich war es der überragende Rasmussen, der seinen Gegenspieler Luca Erlein mehrfach eindrehte und Lotka mit seinem satten Schuss ins kurze Eck keine Chance ließ. Der dicke Befreiungsschlag für den VfL Bochum nach einer intensiven Woche, die mit dem Sieg in Cottbus gekrönt wurde.