Apex Scores Lite Apex Scores Lite flag
back Zurück
Ungeschlagen, unaufhaltsam? Lugano marschiert in Richtung Titel
Trainer Mattia Croci-Torti (LUG), during the Swiss Super League football match between FC Lugano and FC Basel 1893 on Sunday 01 November 2026 at the AIL Arena in Lugano..(KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Gola ...
Trainer Mattia Croci-Torti ist das Herzstück des Erfolgs vom FC Lugano.Bild: keystone

Mit dem 2:1 gegen Basel baut der FC Lugano seine Serie auf 24 Pflichtspiele ohne Niederlage aus, ein Vereinsrekord. Neun Punkte beträgt der Vorsprung nun auf die Young Boys. Was macht die Tessiner so stark, und was ist früher mit solchen Überfliegern passiert?

Bereits nach zehn Spielminuten brachte Daniel dos Santos Lugano gegen Basel nach einem Zuspiel von Uran Bislimi in Führung und nur 17 Minuten später baute Yanis Cimignani den Vorsprung auf 2:0 aus. In der 37. Minute verkürzte Philip Otele für den FCB. Am Spielstand änderte sich im Verlauf nichts mehr.

Der FC Lugano bleibt so in der laufenden Saison wettbewerbsübergreifend weiterhin ungeschlagen und baut die Serie ohne Niederlage auf 24 Pflichtspiele aus. Da die Young Boys zudem eine überraschende 5:3-Niederlage gegen den FCZ hinnehmen mussten, ist Luganos Vorsprung an der Tabellenspitze nun auf neun Punkte angewachsen.

Bemerkenswerte Serie

Die Serie ist absolut bemerkenswert und ein Vereinsrekord. Die bisherige Bestmarke lag bei 17 Partien in Folge ohne Niederlage, da spielten die Tessiner noch unter dem Trainer Maurizio Jacobacci. Auch in der Ligageschichte gehört Lugano zur absoluten Spitze, nur der FC Basel hatte in der Saison 2003/2004 einen besseren Ligastart mit elf Siegen aus elf Partien.

Noch ein etwas weiterer Weg ist es zur Bestmarke, mit den meisten Ligaspielen in Serie ohne Niederlage. Hier hält der FC Basel aus der Saison 2003/2004 mit 23 Partien in der Liga in Folge ohne Niederlage den Rekord. Lugano steht nach dem Sieg gegen den FCB bei zwölf Auftritten in der Super League ohne Pleite.

Was macht den FC Lugano so stark?

Die Zahlen: Ein Blick in die Statistik zeigt, wo Luganos Stärke liegt und es ist nicht nur die Offensive. Mit drei Toren pro Spiel stellen die Tessiner zwar einen der gefährlichsten Angriffe der Liga, sind aber hinter YB nur die Nummer 2. Wirklich herausragend ist die Defensive, denn kein Team kassiert weniger Gegentore als Lugano. Einen grossen Anteil daran hat Anto Grgic. Der defensive Mittelfeldspieler ist mit einer Durchschnittsnote von 7,47 der bestbewertete Spieler der Tessiner.

Bester Torschütze ist Neuzugang Dereck Moncada mit fünf Toren in elf Spielen. Auch Daniel dos Santos steht mit fünf Toren in zwölf Spielen ganz oben auf der Torschützenliste der Tessiner.

FC Lugano Stats SUper League 26/27 (Stand 02.11.2026)
Der FC Lugano überzeugt in allen Kategorien. Bild: sofascore

Der Coach: Das Kernstück des Erfolgs bleibt der Trainer: Mattia Croci-Torti. Der 44-jährige Tessiner setzt vor allem auf eine einstudierte Abläufe, viel Ballfluss und kompakte Defensive als Mannschaftsblock.

Wie genau Croci-Torti plant, zeigte das Spiel gegen Basel. Die ersten Minuten liefen exakt nach seinem Drehbuch: «Ich hatte mir das Spiel genau so vorgestellt wie die ersten fünfzehn Minuten. Die beiden Tore entstanden aus Spielzügen, die wir unter der Woche einstudiert hatten.» Mit der Verletzung von Moncada kippte das Gleichgewicht allerdings. «Wir hatten viel an den Steilpässen mit Moncada gearbeitet, aber nach seinem Ausscheiden gelang es uns nicht mehr, den Ball so zu spielen, wie wir es wollten.», so der Trainer.

Das Kader: Um der Dreifachbelastung standzuhalten, wurde das Kader gezielt neu aufgestellt. Mit Dereck Moncada, Beckham Castro und Basel-Leihgabe Albian Ajeti holte Lugano neue Offensivkräfte, die ihr Können bereits unter Beweis gestellt haben. Moncada, für rund drei Millionen Franken aus Honduras gekommen, ist bereits Luganos bester Torschütze.

Das Stadion: Seit dieser Saison spielt Lugano in der neuen AIL Arena und im neuen Stadion ist Lugano dominanter. Bisher sind sie Zuhause noch ungeschlagen. Captain Renato Steffen brachte den neuen Anspruch schon im Sommer auf den Punkt: «Mit dem neuen Stadion haben wir keine Ausreden mehr.»

Trotzdem ist noch nichts entschieden, es sind erst 12 Runden von 38 gespielt. Bei den Tessinern kommt auch die hohe Belastung durch Liga, Cup und Conference League hinzu.

Trainer Mattia Croci-Torti übte sich noch vor dem Spiel gegen den FCB in Demut: «Basel und die Young Boys stehen für die Geschichte des Schweizer Fussballs, und um auf diesem Niveau zu bleiben, müssen wir weiterhin bescheiden bleiben und uns auf ein Spiel nach dem anderen konzentrieren.» Die Bescheidenheit ehrt die Tessiner. Nach dem gestrigen Sieg und neun Punkten Vorsprung ist Lugano aber längst nicht mehr der Herausforderer, sondern Titelkandidat.

Was sagt die Geschichte über solche Überflieger?

Ein Traumstart ist ein starkes Indiz, aber keine Garantie für einen Meistertitel. Der FC Basel konnte mehrmals einen solchen Lauf bis zum Titel durchziehen. In der Saison 2008/2009 dagegen holten sich die Basler 24 Punkte nach den ersten neun Runden und wurden trotzdem nicht Meister.

Klappt es bei Lugano nicht mit dem Titel, droht den Tessinern eine unerwünschte Bestmarke: der beste Saisonstart in der Geschichte der Liga, der nicht mit dem Meistertitel belohnt wurde.

Könnte Ihnen gefallen

Deutschland gegen Belgien live im TV und Stream: Hier sehen Sie die Handball-EM-Qualifikation

Frankfurter Rundschau vor 2 Stunden

Nicht bundesligatauglich? Effenberg sorgt sich um Abstiegskandidat

90min vor 6 Stunden

Der BVB tankt Selbstvertrauen! Doch wartet schon die nächste Stolperfalle

Der Westen vor 3 Stunden

Verliert DSV seinen ersten Sieg am Grünen Tisch?

Kronen Zeitung vor 3 Stunden

Herzstillstand nach schockierendem Zusammenprall: Spanien bangt mit Teneriffas Jesus de Miguel

SPOX.com vor 37 Minuten

Paris Masters: Jodar in Runde 2, Musetti macht Duell gegen Zverev klar

tennisnet vor 2 Stunden