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Lewis Hamilton: Warum er "gezwungen" wird, mit Mitte 40 noch F1 zu fahren

Weil Lewis Hamilton unbedingt beim ersten Afrika-Grand-Prix am Start sein möchte, muss er seine Karriere deutlich verlängern: Ruanda-Rennen frühestens mit 45

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich hatte Lewis Hamilton vor einigen Jahren angekündigt, mit 40 nicht mehr in der Formel 1 fahren zu wollen. Die Vorhersage ist bekanntermaßen nicht eingetroffen, doch womöglich muss der siebenmalige Weltmeister noch eine ganze Weile in der Formel 1 bleiben, um sich einen Wunsch zu erfüllen: bei einem Grand Prix in Afrika dabei zu sein.

Fotomontage: Lewis Hamilton vor der Designstudie für die Strecke in Ruanda Zoom

Denn das wird nun tatsächlich eine realistische Möglichkeit: Die Formel 1 hatte vor einigen Tagen ein Rennen in Ruanda angekündigt und damit das erste Rennen auf dem afrikanischen Kontinent seit 1993.

"Ich meine, ich bin jetzt praktisch gezwungen, noch viel länger zu bleiben, weil wir ein Rennen in Afrika haben", sagt Hamilton in Austin. "Und das war immer mein Traum: in Afrika fahren zu können."

Allerdings ist der Zeitpunkt dafür noch offen: Fest steht nur, dass das Rennen "Anfang der 2030er-Jahre" erstmals ausgetragen werden soll. Sollte das punktgenau 2030 geschafft werden, dann wäre Hamilton schon 45 Jahre alt - also genauso alt wie sein früherer Teamkollege Fernando Alonso aktuell.

Präsentation des Formel-1-Rennens in Ruanda

"Ich meine, ich muss weiter kämpfen, um fit zu bleiben. Und wenn ich über die nächsten Jahre hinweg immer noch gute Ergebnisse einfahren kann, machen wir einfach weiter", kündigt er an, bis zum Debüt von Ruanda dabei bleiben zu wollen.

Hamilton setzt sich schon seit langer Zeit für einen Grand Prix in Afrika ein und betonte in der Vergangenheit, hinter den Kulissen intensiv daran mitgewirkt zu haben.

"Ich habe mich seit vielen, vielen, vielen Jahren für ein Rennen in Afrika eingesetzt. Es gab unzählige Meetings mit den Entscheidungsträgern, so viele Treffen mit Stefano (Domenicali, Formel-1-Boss; Anm. d. Red.) in seinem Büro in London, aber auch an den Rennwochenenden. Unzählige Anrufe: Was passiert gerade, wohin entwickeln wir uns, mit wem sprecht ihr?"

"Es gab viele Meetings mit verschiedenen Präsidenten unterschiedlicher Länder und etliche Telefonate mit verschiedenen Staatschefs in Afrika", so der Ferrari-Pilot.

Fotostrecke: Neue Formel-1-Strecken seit 2000

"Ich finde, es ist ein Ort, der einen Grand Prix einfach verdient hat. Es geht um mehr als nur um ein einzelnes Land. Es geht um den Kontinent an sich - es gibt dort so viele wunderschöne Länder und die Menschen sind so herzlich. Die Kultur ist so reich, und ich finde es wichtig, dass wir das der Welt zeigen können und die Möglichkeit haben, das durch unseren Sport zu tun."

"Wir reisen in all diese verschiedenen Länder, und die Menschen sehen Orte, über die sie vorher nicht wirklich viel wussten. Auf einmal läuft es auf dem Bildschirm, die Kinder sprechen in der Schule darüber. Deshalb hoffe ich sehr, sehr stark auf diesen Grand Prix."

Für Hamilton ist die Aussicht auf ein Rennen in Afrika auf jeden Fall Motivation genug, seinen Helm noch nicht an den Nagel zu hängen.

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