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Der ungewohnt fahrige und wenig dominante Auftritt beim knappen 1:0-Erfolg über die U21 der SGS Essen ließ Trainer und Spielerinnen von Borussia Dortmund am Sonntagabend etwas rätselnd zurück: Warum hatte man es über die gesamten 90 Minuten nicht geschafft, die Partie zu kontrollieren und zu beruhigen? Warum war das eigene Spiel von so vielen Unsauberkeiten und Missverständnissen geprägt? Warum hatte man es nur so selten geschafft, sich klare Torchancen herauszuspielen? Und warum bekam man es auf der anderen Seite nicht hin, die Essener Offensive in Schach zu halten?
„Ich denke, wir waren generell als Mannschaft einfach nicht da, wo wir sein könnten“, suchte Lena Ostermeier eine mögliche Erklärung. „Wir waren vielleicht auch im Kopf nicht ganz wach. Das ist zum einen eine Sache, die jede einzelne Spielerin angehen kann und auch muss. Zum anderen müssen wir uns aber auch als Team gemeinsam wieder da rausholen.“ Aber das gelang nicht – auch, weil die Dortmunderinnen zu viele falsche Entscheidungen trafen.
„Wir hätten erst einmal sicher durch die Kette spielen, den Gegner locken und dann irgendwann Dynamik entwickeln sollen“, erklärte BVB-Coach Markus Högner. „Stattdessen haben wir zu schnell ins Zentrum gespielt, dort den Ball verloren und dadurch Hektik und Unruhe ins Spiel gebracht. Das hat den Gegner letztendlich auch ein Stück weit stark gemacht.“ Durch zwei überharte beziehungsweise fragwürdige Gelbe Karten für Jacqueline Meißner (34. Minute) und Ostermeier (45.+2) wurde es dann nur noch unruhiger. Der 59-Jährige sah die Schuld dafür jedoch „gar nicht direkt“ bei Schiedsrichterin Eva Kastenholz, sondern viel mehr „bei uns selbst, weil wir einfach keine Kontrolle über das Spiel hatten.“
Dass es die Dortmunderinnen zudem nicht schafften, einen zweiten Treffer nachzulegen, trug auch nicht dazu bei, die Partie zumindest etwas zu beruhigen. „Gerade in so einem Spiel wie heute hätte sie uns mit ihrer Qualität, glaube ich, echt gut helfen können“, sagte Högner angesprochen auf Stürmerin Dana Marquardt, die unter der Woche nach langer Verletzungspause wieder teilintegriert ins Mannschaftstraining eingestiegen war. „Aber das dauert natürlich noch: Ich glaube, im November ist ihr Kreuzbandriss ein Jahr her. Deswegen muss sie schon noch ein bisschen trainieren, bevor sie für uns wieder eine Alternative ist.“
Auch ohne die 28-Jährige brachte Schwarz-Gelb das Ergebnis letztlich über die Zeit. „Unterm Strich haben wir trotzdem gewonnen und das ist das Wichtigste, was wir von diesem Tag mitnehmen“, resümierte Ostermeier. „Es kann nicht immer alles super laufen und auch durch solche Spiele müssen wir durch. Das war heute nochmal ein guter Gegner, der uns vor Augen geführt hat, dass wir es in der nächsten Partie wieder besser machen müssen. Und letztendlich können wir aus so einem Spiel nur stärker hervorgehen.“