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Vom Jugendtrainer am Riederwald zum Sportvorstand: Joti Chatzialexiou kehrt nach Stationen beim DFB und beim 1. FC Nürnberg zu Eintracht Frankfurt zurück – mit großen Aufgaben.
Frankfurt. Bei Eintracht Frankfurt rücken die eigenen Wurzeln stärker in den Fokus. Das gilt nicht nur für die Nachwuchsarbeit, sondern auch für die Führungsetage. Mit Panagiotis „Joti“ Chatzialexiou kehrt ein gebürtiger Frankfurter zu seinem früheren Verein zurück. Der 50-Jährige übernimmt zum 1. Februar 2027 als Nachfolger von Markus Krösche den Vorstand Sport der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2030.
Für Chatzialexiou ist es eine Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte. Von 2001 bis 2009 arbeitete er als Jugendtrainer am Riederwald. Der in Sachsenhausen aufgewachsene Sohn griechischer Gastarbeiter hatte auch abseits seiner Tätigkeit bei der Eintracht eine enge Verbindung zum Fußball in der Region. Er spielte unterklassig für mehrere Vereine, darunter Bad Vilbel, Neu-Isenburg und der SV Niederrad.
Sein Weg führte ihn 2003 zum Deutschen Fußball-Bund (DFB). Wie Chatzialexiou im Podcast „Halbe Katoffl“ erzählte, war zunächst eine Bewerbung erfolglos geblieben, weil die ausgeschriebene Stelle bereits weggefallen war. Ein halbes Jahr später meldete sich der Verband erneut und bot ihm eine Stelle als Teammanager an. Daraus wurde eine mehr als 20 Jahre dauernde Tätigkeit, in der er sich schrittweise nach oben arbeitete.
Er betreute die U21-Nationalmannschaft, koordinierte von 2011 bis 2017 den Nachwuchsbereich und übernahm Anfang 2018 die Position des Sportlichen Leiters Nationalmannschaften. Zu seinen Aufgaben gehörten die Talententwicklung, die Trainerausbildung sowie der Aufbau von Analyse- und Scouting-Strukturen. Auch an Reformen der Nachwuchsförderung und am „Projekt Zukunft“ war er beteiligt.
Im Sommer 2024 wechselte Chatzialexiou als Sportvorstand zum 1. FC Nürnberg. Dort verantwortete er die sportliche Ausrichtung und die Kaderplanung. Nun zieht es ihn nach etwas mehr als 17 Jahren zurück in seine Heimatstadt. „Die Anfrage aus Frankfurt ist für mich eine ganz besondere, da es sich um meinen Heimatverein handelt“, erklärte er in der Mitteilung des Zweitligisten. Ohne den Bezug zur Eintracht hätte er nach eigenen Angaben nicht über einen Abschied aus Nürnberg nachgedacht. Bis zum Wechsel wird Chatzialexiou seine Aufgaben beim Club weiterführen. Sein bis 2028 laufender Vertrag enthält eine Ausstiegsklausel für einen Wechsel nach Frankfurt. Er wolle nicht von heute auf morgen gehen, sondern gemeinsam mit seinem Nachfolger die nächsten Schritte vorbereiten. Nürnbergs Aufsichtsratsvorsitzender Peter Meier bedauerte den Abschied, wertete das Interesse eines Bundesligisten aber auch als Anerkennung der geleisteten Arbeit.
In Frankfurt soll Chatzialexiou gemeinsam mit Vorstandssprecher Axel Hellmann die sportliche Entwicklung vorantreiben. Die Eintracht will eigene Talente stärker fördern, den deutschen Transfermarkt intensiver in den Blick nehmen und zugleich international ambitioniert bleiben. Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender Mathias Beck betonte bei der Vorstellung, dass Chatzialexiou nicht nur fachlich passe, sondern auch die Identität des Vereins kenne und wisse, was die Eintracht für die Menschen in Frankfurt und der Region bedeutet.