Zurück
Bayern-Shootingstar Lennart Karl sorgt für Furore. Ex-Profi Thomas Helmer spricht über mögliche Flausen im Kopf, Uli Hoeneß und die Kabinen-Hierarchie.
München – Mit erst 18 Jahren mischt Lennart Karl die Offensive des FC Bayern München auf. Nach vielen starken Auftritten im vergangenen Jahr wurde Karl schnell zu einem der gefeiertsten Talente der Liga – und der Nation. Ex-Bayern-Spieler Thomas Helmer mahnt im exklusiven Interview mit Absolut Fussball nun jedoch zu Bodenhaftung und Respekt vor internen Abläufen.
„Er ist 18 Jahre alt, das darf man auch nicht vergessen. Er hat vielleicht ein paar Flausen noch im Kopf, das muss dann reguliert werden“, betonte Helmer. Zwar bringe Karl fußballerisch alles mit, dennoch gelte in München ein klares Prinzip: „Aber eine gewisse Hackordnung und Hierarchien müssen greifen. Das gilt auch für die Außendarstellung, da werden die Bayern schon aufpassen.“
Auf die jüngsten deutlichen Worte von Uli Hoeneß fand Helmer klare Worte: „Wenn Uli etwas sagt, auf jeden Fall. Das hat jedem von uns etwas gebracht. Aber die Mannschaft wird das sicherlich auch tun, mit dem Trainer zusammen.“ Der Bayern-Patron hatte dem Teenager in der Welt am Sonntag zuletzt jeden Superstar-Status abgesprochen. „Er ist noch lange kein Superstar, junge Spieler brauchen Demut“, hatte Hoeneß gesagt und Vergleiche mit Michael Olise zurückgewiesen: „Da liegen noch Welten dazwischen.“
Seien Sie näher am FC Bayern dran als je zuvor! Unser FCB-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach.
Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der FCB-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden!
Sind Sie dabei?
Karl kommt in der laufenden Saison sportlich nicht richtig in Tritt. In bis dato neun Einsätzen stehen gerade einmal ein Tor und zwei Vorlagen für den Youngster zu Buche, der in der Vorsaison insgesamt neun Treffer und acht Assists sammeln konnte. Trotzdem ist Karl in Anbetracht der angespannten Bayern-Personallage in der Offensive im Augenblick wichtiger denn je.
Helmer erklärte weiter, dass Eingriffe von Hoeneß und Co. beim FC Bayern in aller Regel positiv seien. Bei privaten Ausnahmesituationen – wie den jüngsten Sorgen um Joshua Kimmich und Vincent Kompany – habe die „Bayern-Familie“ immer zusammengehalten. Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer und Karl-Heinz Rummenigge hätten diese Kultur über die vergangenen Jahrzehnte maßgeblich geprägt. (mbo)