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Der FC Bayern muss sich auf einen längeren Ausfall von Vincent Kompany einstellen. Nach dem Zusammenbruch des 40-Jährigen am Freitagnachmittag hat Sportvorstand Max Eberl nun erstmals einen konkreteren zeitlichen Rahmen für die Abwesenheit des Cheftrainers genannt. Demnach wird der Belgier nicht nur wenige Tage, sondern voraussichtlich mehrere Wochen fehlen. Eine Rückkehr vor der Länderspielpause im November erscheint damit äußerst unwahrscheinlich.
Kompany war auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße zusammengebrochen und anschließend in ein Münchner Krankenhaus gebracht worden. Sein Zustand ist inzwischen stabil. Allerdings sind weitere medizinische Untersuchungen notwendig, um die genaue Ursache des Zusammenbruchs zu klären.
Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg machte Eberl deutlich, dass der Rekordmeister seinem Trainer keinerlei zeitlichen Druck machen wird. Die vollständige Genesung steht über allen sportlichen Interessen.
Der Bayern-Sportvorstand fand deutliche Worte, als er auf die mögliche Ausfalldauer des Belgiers angesprochen wurde. „Vinnie wird alle Zeit bekommen. Wir fangen nicht an, irgendwelche Zeitkorridore aufzubauen. Wir müssen herausfinden, was es ist, und dann geht es darum, was die Recoverzeit bedeutet. Wir werden nicht von Tagen reden, sondern von Wochen. Das ist uns allen klar.“
Damit zeichnet sich ab, dass Kompany eine Reihe wichtiger Pflichtspiele verpassen könnte.
Bereits am Sonntag beim SC Freiburg wird der 40-Jährige nicht an der Seitenlinie stehen. Anschließend wartet am Mittwoch (28. Oktober) das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg.
Besonders brisant: Am 31. Oktober empfängt der FC Bayern Borussia Dortmund zum Bundesliga-Klassiker. Nur drei Tage später steht das Champions-League-Auswärtsspiel bei Atlético Madrid (3. November) auf dem Programm.
Auch das Bundesliga-Duell beim 1. FSV Mainz 05 am 7. November könnte noch in Kompanys Ausfallzeit fallen. Danach folgt die Länderspielpause.
Eine Rückkehr erst nach den Nationalmannschaftsspielen erscheint angesichts der Eberl-Aussagen durchaus realistisch. Einen konkreten Termin hat der Verein allerdings ausdrücklich nicht festgelegt.
Trotz der bevorstehenden Herausforderungen sieht Eberl keinen Grund, personelle Veränderungen am Trainerstab vorzunehmen. „Wir haben so einen fantastischen Trainerstab, dessen Kopf ist Vinnie. Aber der Erfolg basiert auf einem herausragenden Team im Hintergrund.“
Der Sportvorstand betonte, dass der Verein den Assistenten um Aaron Danks uneingeschränkt vertraut. „Da gibt es keinerlei Gedanken daran, irgendwas zu verändern. Alle Jungs, die da sind, sind herausragend – und daher können wir alle im Geist von Vinnie, den alle in sich haben, die nächsten Wochen bestreiten.“
Danks wird damit vorerst die Verantwortung an der Seitenlinie übernehmen und die Mannschaft durch die anstehenden Topspiele führen.
Für die Bayern beginnt eine sportlich anspruchsvolle Phase ohne ihren Cheftrainer. Doch Eberls Botschaft ist eindeutig: Kompany soll erst dann zurückkehren, wenn die medizinischen Voraussetzungen dafür vollständig erfüllt sind. Ein verfrühtes Comeback wird es nicht geben.