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Hertha BSC lehrt die Roten Teufel an Halloween das Gruseln
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Doppelpacker-Gespenst Sebastian Grönning. (Foto: picture alliance / SNS)
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In den ersten vier Heimspielen der Saison behält der 1. FC Kaiserslautern in der 2. Fußball-Bundesliga eine weiße Weste. Doch dann kommt Tabellenführer Hertha BSC zum Spitzenspiel - und netzt gleich dreimal ein. Der VfL Wolfsburg bleibt mit Respektabstand dran, Magdeburg muss Federn lassen.

1. FC Kaiserslautern - Hertha BSC 0:3 (0:1)

Die Überflieger von Hertha BSC bleiben in der 2. Fußball-Bundesliga das Maß aller Dinge. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl gewann am Samstag das Spitzenspiel beim Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern deutlich mit 3:0 (1:0) und festigte ihre Tabellenführung. Für die weiterhin ungeschlagenen Berliner war es der neunte Erfolg im zehnten Spiel.

Doppelpacker Sebastian Grönning (17., 52.) und Oluwaseun Adewumi (60.) trafen zum Sieg für die Hertha, die mit 28 Punkten weiter einen deutlichen Vorsprung vor den ersten Verfolgern hat. Der FCK musste derweil nach drei Siegen in Folge mal wieder Federn lassen und liegt zehn Zähler hinter den Berlinern.

In einer unterhaltsamen Anfangsphase gaben beide Mannschaften sofort Vollgas. Mika Haas (9.) und Thierry Tazemeta (10.) kamen zu guten Chancen für den FCK, scheiterten aber an Hertha-Keeper Marius Gersbeck. Auf der anderen Seite belohnten sich die Gäste durch Grönning - für den FCK war es das erste Gegentor seit dem vierten Spieltag.

Im Anschluss schalteten beide Mannschaften einen Gang zurück, das Spiel wurde - auch befeuert durch die aufgeladene Atmosphäre am Betzenberg - hitziger. Lauterns Maxwell Gyamfi (32.) hatte nach einem Tritt gegen Gröning etwas Glück, dass sich der Video-Schiedsrichter nicht einschaltete. Erst nach der Pause zog die Hertha das Tempo wieder an - und überrumpelte den FCK. Der starke Mads Pedersen legte erst Grönnings zweiten Treffer auf - und leitete mit einem tollen Solo im Anschluss auch die Entscheidung durch Adewumi ein.

VfL Wolfsburg - VfL Osnabrück 2:0 (1:0)

Angeführt von Fabian Reese hat der VfL Wolfsburg seine Aufstiegsambitionen untermauert. Die Mannschaft von Trainer Tobias Strobl besiegte nach einem Tor und einer Vorlage von Reese den VfL Osnabrück 2:0 (1:0) und kletterte zumindest bis zum Sonntag auf Platz zwei. Aufsteiger Osnabrück liegt weiter im Tabellenmittelfeld.

Reese brachte die nun seit fünf Spielen ungeschlagenen Gastgeber sehenswert in Führung (30.), Muhammed Damar legte nach (50.). Damit sind die Wolfsburger für das Topspiel am kommenden Samstag beim Spitzenreiter Hertha BSC gerüstet, für Reese ist es eine brisante Rückkehr.

Der Bundesligaabsteiger begann dominant und hatte durch Damar die erste gute Möglichkeit (24.). Dann erkämpfte sich Reese gegen Adrian Beck den Ball und schlenzte ihn sehenswert in den Winkel. Niklas Wiemann verpasste für die Gäste den Ausgleich (45.). Nach dem Wechsel stand wieder der starke Reese im Mittelpunkt. Er setzte sich auf der linken Seite gegen zwei Gegenspieler durch und hatte das Auge für Damar, der ohne Probleme erhöhte. Kapitän Maximilian Arnold verfehlte das Osnabrücker Tor mit einem Freistoß nur knapp (63.).

Darmstadt 98 - 1. FC Magdeburg 1:1 (1:1)

Auch ein spektakuläres Hackentor von Milan Smit hat Darmstadt 98 nicht zum erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf verholfen. Vier Tage nach dem überraschenden Pokalerfolg bei Bundesligist SV Elversberg kamen die Lilien gegen den 1. FC Magdeburg trotz guter Leistung nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Zumindest vorerst springt die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt dank des Punktgewinns jedoch aus der Abstiegszone von Tabellenplatz 18 auf 14.

Tobias Müller (14.) brachte die Gäste in Führung, ehe Smit (37.) mit seinem dritten Saisontor sehenswert ausglich. Magdeburg verpasste nach der Pokalniederlage bei Bayern München (1:6) die Gelegenheit, im Aufstiegsrennen mit der Konkurrenz Schritt zu halten und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg seit Mitte August.

Kohfeldt hatte angesichts des schwachen Saisonstarts zuletzt defensiven Pragmatismus gefordert. Magdeburg übernahm von Beginn an die Spielkontrolle, musste aber zunächst eine Schrecksekunde überstehen: Marco Richter traf den Pfosten, den Nachschuss von Noah Weißhaupt klärte Alexander Nollenberger per Kopf auf der Linie (10.). Nach einem scharf getretenen Eckball wehrte Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen den Ball ins Zentrum ab, Müller vollendete zur Führung. Darmstadt agierte im Anschluss aktiver, Smit verwertete eine Hereingabe von Richter spektakulär mit der Hacke ins lange Eck. In Halbzeit zwei fehlte beiden Teams dann die Präzision im Abschluss.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid

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