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Fans des VfL Bochum und Energie Cottbus solidarisieren sich: Proteste gegen DFB
Mit einem Banner zeigen die Fans von Energie Cottbus ihren Unmut über die Spielansetzungen des DFB - und solidarisieren sich damit mit den Anhängern des VfL Bochum: „1214 Km auf einen Freitag? Da brennt mir der Helm! Für fangerechte Ansetzungen“.© fs

796 Fans des VfL Bochum fanden am Freitagabend den Weg zum Auswärtsspiel bei Energie Cottbus und jeder einzelne dürfte am Ende froh gewesen sein, dass er die Strapazen auf sich genommen hat aus dem Ruhrgebiet bis fast an die polnische Grenze gefahren zu sein. Der 2:1-Sieg am Ende einer erfolgreichen englischen Woche, der kurz vor Schluss durch den Hammer von Christian Rasmussen gelang, war emotional wohl einer der wichtigsten der vergangenen Monate. Entsprechend war der Block nach Abpfiff auch außer Rand und Band. Die letzten pyrotechnischen Erzeugnisse, die bereits die gesamte Partie über zahlreich brannten und den Block mehrfach erleuchteten, erhellten noch einmal die Cottbusser Nacht.

Dass diesen Erfolg nicht mehr Bochumer im Block verfolgten – trotz der Ferien in NRW – dürfte vor allem mit der Anstoßzeit zu tun gehabt haben. 18.30 Uhr am Freitagabend, quer durch die Republik. Das ist selbst für die härtesten Fußball-Fans nicht selbstverständlich. Entsprechend protestierten am Freitag beide Fanszenen Mitte der zweiten Halbzeit gegen die Spieltagsansetzung in einer englischen Woche.

Weite Anreise: Fans des VfL Bochum richten ihren Frust mit einem Banner an den DFB: "1200 km am Freitag? Ihr spinnt!"© fs

VfL Bochum und Energie Cottbus: Gemeinsame Proteste

„1214 Kilometer an einem Freitag? Da brennt mir der Helm“, stand auf einem großen Banner in der Cottbuser Kurve. „Für fangerechte Ansetzung“, hieß es weiter. Auch im Bochumer Block ging zeitgleich ein Spruchband mit ähnlichem Inhalt nach oben: „1200 km aufm Freitag? „Ihr spinnt.“ Gemeinsam skandierten sie dann abwechselnd Schmähgesänge gegen den Deutschen Fußball-Bund.

Seit Jahren setzen sich die Fanszenen in Deutschland für eine faire Regelung für Gästefans ein. Fan-Organisationen wie ProFans fordern seit Jahren eine Einhaltung der sogenannten 300-Kilometer-Regel bei Spielansetzungen unter der Woche oder an den Randterminen am Freitag oder Sonntag. Davon war die Terminierung für den VfL Bochum am Freitagabend in Cottbus weit entfernt.