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Die SV Elversberg hat bei Topteam RB Leipzig die erste Bundesliga-Klatsche bekommen. Die Wagner-Elv war in der ersten Halbzeit sogar die bessere Mannschaft. Nach der Pause drehte die Heimmannschaft aber auf, machte es am Ende deutlich.
SVE-Trainer Vincent Wagner wechselte im Vergleich zum 4:3-Spektakel gegen den FC Augsburg auf einer Position: Frederik Schmahl, Torschütze vom vergangenen Wochenende, rückte für Noah Darvich ins zentrale offensive Mittelfeld.
Die beiden Teams tasteten sich in der Anfangsphase ab: Weder RB noch die SVE kam zu klaren Chancen. Die Gäste aus dem Saarland agierten mit dem heimstarken Topteam aus Leipzig – seit Januar zuhause ungeschlagen – direkt auf Augenhöhe.
Den Hausherren machte vor allem das altbekannte SVE-Pressing zu schaffen: Immer wieder ging der Ball im Spielaufbau an aggressiv anlaufende Elversberger verloren. Das zog sich fast durch die gesamte erste halbe Stunde – allein Maurice Krattenmacher (21.) und Antonio Nusa (25.) kamen zu kleineren Chancen.
Die SVE wurde ab der 35. Minute zwingender, kam durch David Mokwa zu zwei guten Chancen. Zunächst nahm der Sturmtank eine Bogenlampe etwa 20 Meter vor dem Tor direkt – Örjan Nyland lenkte den Fernschuss-Hammer gerade so über den Kasten (37.). Kurz darauf vertändelte er den Ball relativ frei vor Nyland nach einem stark gespielten Konter (38.).
Kurz vor der Pause kombinierte sich die SVE wieder gefährlich vor das Leipziger Tor: Günther legte per Hacke auf Krattenmacher, dessen Hereingabe wurde aber geblockt (44.). Mit 0:0 ging es dann in die Pause – sogar etwas glücklich für RB.
Direkt nach der Pause zeigten die Leipziger ein anderes Gesicht – und trafen auch direkt. Lukasz Poreba und Jan Gyamerah konnten Nusa nicht aufhalten, der zum einlaufenden Tidiam Gomis rüberschob. Der RB-Stürmer schoss den Ball überlegt an Keeper Nicolas Kristof vorbei ins Tor (48.). Die kalte Dusche für die SVE.
Die SVE war bemüht, wieder mehr Zugriff zu bekommen, die Leipziger machten es aber besser. Beinahe traf Gomis dann zum zweiten Mal: Nach einem 40 Meter-Wurf-Pass von RB-Torwart Nyland kam er relativ frei zum Abschluss. Mit dem Fuß bewahrte Kristof die SVE vor dem 0:2 (57.).
Die Parade sollte das zweite Gegentor nur zeitlich nach hinten verschieben: Einen genialen Pass von Nusa veredelte der eingewechselte Romulo eiskalt zum 2:0 – durch die Beine von Kristof (66.).
Die SVE steckte den Kopf nicht in den Sand, kam kurz danach zur Riesen-Chance auf den Anschluss. Startelf-Debütant Frederik Schmahl schoss aber frei aus sieben Metern über das Tor (68.).
Danach ließen die Leipziger aber kaum noch etwas anbrennen, kontrollierten das Spielgeschehen über weite Strecken – und erhöhten nochmal. Der eingewechselte Brajan Gruda flankte mustergültig auf den lange verletzungsbedingt fehlenden Christoph Baumgartner, der locker zum 3:0 einköpfte (84.).
Die SVE hatte zu dem Zeitpunkt nur noch wenig entgegenzusetzen, und die Leipziger hatten Lust auf mehr. Romulo vergab erst noch die Chance zu erhöhen (89.), ehe er nach Klasse-Hacken-Vorarbeit von Abdoul Konè doch noch den Doppelpack schnürte (90. +4).
Mit der Niederlage gegen den Tabellennachbarn muss die SVE die Hausherren in der Tabelle vorbeiziehen lassen, rangiert aktuell auf dem achten Platz. Schon am Dienstag geht es weiter: In der 2. Runde des DFB-Pokals ist Zweitligist SV Darmstadt zu Gast.
Audiostream im Re-Live: SV Elversberg kriegt erste Bundesliga-Klatsche
In ihrem nächsten Bundesliga-Auswärtsspiel trifft die SV Elversberg am Samstag ab 15:30 Uhr auswärts auf RB Leipzig. Hier können Sie das Spiel live im Audiostream der Sportschau verfolgen.Über dieses Thema haben auch die SR-info Nachrichten im Radio am 24.10.2026 berichtet.
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